Microsoft öffnet Azure für Quanten-Computing

Microsoft hat in einem Blogpost angekündigt, dass auf seiner Azure-Plattform in Zukunft auch Quanten-Computing "as-a-Service" zugänglich sein wird. Azure Quantum bietet Interessierten einerseits von Microsoft selbst entwickelte Tools wie die Programmiersprache Q# oder das unter einer Open-Source-Lizenz stehende Quantum Development Kit.
 
Andererseits soll über Azure Quantum auch "Quantenhardware" zugänglich gemacht werden. Dabei handelt es sich einerseits um klassische Azure-Server, welche das Verhalten von Quantencomputern simulieren. Aber auch "echte" Quanten-Devices sollen im Laufe der kommenden Monate zugänglich werden. Da Microsofts eigene Quantencomputer noch nicht reif genug sind, werden dies anfänglich Prototypen von Honeywell sowie von den Startups IonQ and QCI sein. Microsoft hat auch eine Partnerschaft mit dem Startup 1QBit vereinbart, dass eigene Software beisteuern wird.
 
Microsofts Azure Quantum ähnelt dem Konzept von IBM. Big Blue bietet seinen Quantencomputer "Q System One" ebenfalls "als Service" an..
 
Azure Quantum dürfte sich vorerst vor allem an akademische Institute richten, die Forschung auf dem Gebiet Quanten-Computing betreiben. Microsoft glaubt aber auch an Interessenten aus vielen Bereichen der Industrie, die die neuen Möglichkeiten, die ihnen Quanten-Computing irgendwann in Zukunft bringen könnten, schon jetzt antesten möchten. (hjm)