Bund verlängert die Verträge für Einführung von Gever

Die Bundeskanzlei hat für die Einführung der "Gever Bund" genannten künftigen Geschäftsverwaltung des Bundes die bestehenden Verträge um 16 Monate verlängert. Wie den Zuschlägen auf Simap zu entnehmen ist, sind die 2014 freihändig vergebenen gut 70 Millionen Franken schweren Aufträge an Fabasoft, I-Engineers, Optimal Systems und ABF Informatik "für den Erhalt dieser Gever-Lösung bis maximal Ende März 2021" verlängert worden. Zusätzliche Kosten sollen dafür nicht anfallen, heisst es in den Zuschlägen.

Das unterstreicht auf Anfrage die Sprecherin der Bundeskanzlei Ursula Eggenberger. Sie betont, dass die Verlängerung "ohne Erhöhung des am 1. September 2014 publizierten Volumens" erfolge. Die Frage, ob sich dabei die internen Kosten beim Bund erhöhen, liess Eggenberger allerdings unbeantwortet.
 
Man darf gespannt sein, ob mit diesen Vertragsverlängerungen die lange Geschichte der Einführung des Produkts Acta Nova für "Gever Bund" damit ein Ende findet. Das im Programm Genova geführte Projekt sollte WTO-konform beschafft und dann bis Ende 2019 in der Bundesverwaltung eingeführt werden. Es war dann insbesondere die Fabasoft-Beschwerde gegen den WTO-Zuschlag, der zu Verzögerungen von 16 Monaten führte, erinnert Eggenberger. Gemäss heutiger Planung werde das Projekt Ende 2020 abgeschlossen sein, so Eggenberger.

Das begründe denn auch, warum der Bundesrat im August beschlossen hat, die einst freihändigen Vergaben der heute teilweise immer noch im Einsatz stehenden Gever-Produkte bis Ende März 2021 zu verlängern. (vri)