Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 45 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Luzerner Kantonsspital plant ein Security Operations Center
Das Luzerner Kantonsspital (Luks) hat für Beschaffung, Aufbau und Betrieb eines Security Operation Centers (SOC) einen Partner gefunden. Den Zuschlag in Höhe von 2,9 Millionen Franken erhielt die Firma Nagravision, die zur Kudelski Gruppe gehört. Sie wird das Luks während drei Jahren bei der Konzeption, Realisierung, Einführung und beim Betrieb eines SOCs unterstützen. Avisiert wird vom Spital aber ein hybrides Betriebsmodell. "Das Luks wird ausgewählte SOC Services selbst erbringen und das vorhandene Expertenwissen zur Steuerung des SOC und für den Teil Incident Response nutzen."
 
SGKB: "Container ist bei uns nicht nur ein Schlagwort"
Genutzt werde Docker als Container-Lösung, aber man setze "leider auch schon auf zwei Standards", sagte uns Peter Büchi, der IT-Leiter der St. Galler Kantonalbank, im Gespräch. Das liege daran, dass man bei Inventx mit Kubernetes angefangen habe. Und dann sei Avaloq, deren Software bei Swisscom betrieben werde, mit Openshift gekommen. Alle digitalen Lösungen, die die Bank betreibe – mit Ausnahme des E-Bankings – seien Docker-Lösungen. Büchi erläuterte auch, wie man bei der Ostschweizer Bank den Weg in die Public Cloud beschreiten will und Hypes sowie Altlasten betrachtet.
 
Microsoft vereint Word, Excel und PowerPoint in einer Office-App
An der Entwicklerkonfernez Ignite hat Microsoft eine neue Office-App für Android und iOS vorgestellt. Während der Software-Riese bereits seit Jahren getrennte Apps für Word, Excel und PowerPoint angeboten hat, wurde die neue App entwickelt, um die Applikationen zu einem einzigen Download zu kombinieren. Sie ist ab sofort als Preview-Version für Android und iOS verfügbar. Eine Version für Tablets soll laut Unternehmen bald folgen.
 
IT-Schildbürgerstreich bei der deutschen Bundeswehr
Das deutsche Verteidigungsministerium plant die Beschaffung von 61'000 zusätzlichen Laptops für etwa 173 Millionen Euro. Dies mit dem Ziel, dass die Soldaten mehr als bisher mobil arbeiten können. Das Ziel liegt im Trend der Zeit. Und eine Laptop-Beschaffung sollte eigentlich heutzutage kein komplexes Projekt sein. Warum wird das Projekt von der Prüfungsstelle als "weder konzeptionell abgeleitet noch dokumentiert" bezeichnet? Der Grund ist offenbar, dass die Soldaten kaum mobiler würden. Denn es gebe nur limitierte Zugänge zum gesicherten Intranet der Bundeswehr. Für den mobilen Fernzugriff müssten die Soldaten also irgendwie ihre Zugriffszeiten absprechen. So entstünde ein Art IT-Mangelwirtschaft, wie die Prüfungsstelle festhält.
 
Software-Fehler verursachte tödlichen Uber-Unfall
Software-Fehler in einem selbstfahrenden Uber-Testfahrzeug haben zum tödlichen Unfall mit einer Frau in Arizona im März 2018 geführt. Zu diesem Schluss kam die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB). Der Unfall in Phönix war der erste bekannt gewordene tödliche Zusammenstoss zwischen einem autonomen Fahrzeug und Fussgängern. Das Fahrzeug habe Elaine Herzberg nicht als Fussgängerin identifiziert, als sie ein Fahrrad schiebend eine Strasse überquerte. Die Polizei ihrerseits gab bekannt, dass der Unfall "völlig vermeidbar" gewesen wäre und dass der Backup-Fahrer, der noch hätte eingreifen können, zum Zeitpunkt des Zusammenstosses TV geschaut habe.
 
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