Schul-IT: Berner Lehrer beschweren sich weiter über Open Source

Stadtberner Lehrer klagen noch immer über die neue IT-Plattform "base4kids2" für Schulen. Bei diesem werden aktuell unter anderem iPads und Open-Source-Software für Schüler eingeführt.
 
"Mangelhaft und unausgereift" sei das Angebot, so die Lehrer der Schule Kirchenfeld in einem gemeinsamen Brief an die Schuldirektorin Franziska Teuscher. Sie müssten für den Unterricht private Devices einsetzen und Überstunden häuften sich wegen der Probleme mit Software, Hardware und Netzwerk an. Dies meldet die 'Berner Zeitung'.
 
Diese Lehrer fordern offenbar, Microsoft-Produkte einzusetzen.
 
Jörg Moor, stellvertretender Leiter des zuständigen Schulamts, streicht in der Zeitung heraus, man habe Fortschritte gemacht und Probleme gelöst. Dies gelte für Log-in-Probleme und weitere mit WLAN und Netzwerken. Auch Drucken funktioniert laut Moor nun gut.
 
Der offene Brief sei seiner Vermutung nach "aus der Unzufriedenheit der ersten beiden Wochen heraus geschrieben worden".
 
Nun haben sich auch Parlamentarier eingeschaltet und fordern Aufklärung bezüglich Kompetenzen und Kosten.
 
Ende Oktober waren die Probleme beim im Schulumfeld stark beachteten Open-Source-Projekt bekanntgeworden. Im Fokus steht unter anderem die Office-App Collabora: Bisher verwendete Word-Dokumente würden ihre Formatierungen verlieren, Arbeitsblätter müssten neu geschrieben werden. Hinzu kämen Probleme beim Verbinden mit den Druckern sowie beim Speichern und Löschen von Dateien, so die Berichterstattung. Zudem wurden Passwort-Probleme moniert.
 
Das Schulamt hat deswegen einen eigenen Chat und eine Telefonnummer eingerichtet und beides wird laut 'Berner Zeitung' von "Lehrpersonen rege benutzt."
 
Rund 1600 Lehrpersonen und 10'000 Schüler sollen "base4kids2" laut dem Initialkonzept nutzen. (mag)