Chef der Thurgauer Informatik freigestellt

Leo Kuster, Chef des Amtes für Informatik (AFI) des Kantons Thurgau, wird im gegenseitigen Einvernehmen per sofort freigestellt. Dies meldet die 'Thurgauer Zeitung'. Laut einer Stellungnahme des Departements für Inneres und Volkswirtschaft liege der Grund "in der unterschiedlichen Auffassung über die zukünftige Führung des Amtes".
 
Genauere Gründe nennen die Zuständigen keine und verweisen darauf, dass die Parteien Stillschweigen vereinbart hätten. In der 'Thurgauer Zeitung' sagt ein Mitglied der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK), dass kein isoliertes Ereignis zur Freistellung geführt habe.
 
Kuster war seit August 2013 Chef des AFI und zuständig für den Betrieb aller IT Systeme ebenso wie für die neue IT-Strategie des Kantones. Diese wurde 2017 formuliert und 2018 fand in der Folge auch eine Reorganisation des Amts mit rund 80 Mitarbeitenden statt.
 
Dies ging offenbar nicht ohne Misstöne ab. 2019 kündigte die GFK an, dass das AFI von Regierungsrat Walter Schönholzer und dem Generalsekretär ein Projekt "eng begleiten" werde, das die Leitungsstruktur des Amtes anpassen soll. Es habe zuvor schon externe Unterstützung im Bereich Prozesse des AFI gegeben, so die Zeitung.
 
Kuster war 2013 nach rund 16 Jahren in der IT des Bühler-Konzerns zum Kanton gestossen. Bei Bühler hatte er zuletzt die Funktion des Head of IT Operations inne. (mag)