Italien hält trotz Drohungen aus den USA an Digitalsteuer fest

Nach Frankreich plant auch Italien bei der Besteuerung grosser Internetfirmen alleine voranzugehen. Der stellvertretende Wirtschaftsminister Antonio Misiani sagte, die entsprechende Passage im Entwurf zum Haushaltsgesetz sei bestätigt worden. Die Regierung verspricht sich Einnahmen von bis zu 600 Millionen Dollar jährlich.
 
"Wir planen keine Änderungen." Demnach wird die neue Steuer ab Anfang nächsten Jahres greifen und drei Prozent auf alle Transaktionen im Internet betragen. Betroffen sind vor allem grosse US-amerikanische Tech-Konzerne wie Facebook, Google und Amazon.
 
Die OECD arbeitet derzeit eine international abgestimmte Mindeststeuer für grenzüberschreitend arbeitende Unternehmen aus. Frankreich war zuletzt mit einer eigenen Digitalsteuer vorgeprescht – zum Ärger von US-Präsident Donald Trump, der deswegen mit weiteren Strafzöllen droht. Die USA haben auch Italien wegen der Digitalsteuer schon gedroht. (Keystone-sda/ts)