Berühmter Hacker lockt andere Hacker mit Bug-Bounty-Programm

Der umtriebige Hacker Phineas Phisher bietet eine Belohnung für andere Hacker, um kontroverse Unternehmensdokumente zu stehlen. Dies berichtet 'Motherboard' mit Berufung auf ein von Phineas Phisher publiziertes Manifest. Darin wurde auch ein Angriff aus dem Jahr 2016 bekannt gemacht.
 
Dem Hacker sei es gelungen, die Server eines Ablegers der Cayman National Bank and Trust auf der Isle of Man anzugreifen. Dabei habe Phineas Phisher einen Geldbetrag in sechsstelliger Höhe und über 600'000 interne E-Mails und Dokumente erbeutet.
 
Das Manifest nennt politische Motive für den Angriff und fordert andere Hacker dazu auf, Schwachstellen ausnutzen, um weitere interne Dokumente von Firmen zu erbeuten, die im "öffentlichen Interesse" stünden. Bis zu 100'000 Dollar werden über das "Hacktivist Bug Hunting Program" von Phisher als Belohnung geboten. Ausbezahlt werden soll das Geld in Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero. "Hacken, um Dokumente mit öffentlichem Interesse zu erhalten und publik zu machen, ist eine der besten Möglichkeiten für Hacker, ihre Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen", zitiert 'Motherboard' aus dem Manifest.
 
Wer hinter dem Pseudonym Phineas Phisher steckt und ob es eine oder mehrere Personen sind, ist bisher unbekannt. Phineas Phisher steckt Berichten zufolge hinter Angriffen auf Spyware-Hersteller wie die deutsche Gamma Group und die italienische Firma Hacking Team. (kjo)