Louisiana reagiert rasch auf Ransomware-Attacke

Ein Ransomware-Angriff hat am 18. November IT-Systeme, Mail- und Internet-Services der Verwaltung des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Gouverneur John Bel Edward, der erst am vergangenen Wochenende für eine weitere Amtszeit wiedergewählt worden war, bestätigte den Angriff auf Twitter.
 
Wie 'ZDnet' und lokale Medien berichten, waren unter anderem das Office des Gouverneurs, das Office of Motor Vehicles, das Department of Corrections, die Louisiana Division of Administration und das Department of Transportation & Development betroffen.
 
"Wir haben das Cybersicherheitsteam des Staates als Reaktion auf einen versuchten Ransomware-Angriff aktiviert. Das Office of Technology Services (OTS) identifizierte eine Cybersicherheitsbedrohung, die einige, aber nicht alle staatlichen Server betraf", erklärte Edwards. "OTS initiierte sofort seine Sicherheitsprotokolle und nahm aus Vorsicht Staatsserver herunter, was sich auf die E-Mails, Websites und andere Online-Anwendungen vieler staatlicher Behörden auswirkte."
 
OTS habe bestätigt, dass der Ransomware-Angriff ähnlich sei wie die Ransomware, die auf lokale Schulbezirke und Regierungsstellen im vergangenen Sommer ausgerichtet gewesen sei. Es gebe aber keinen erwarteten Datenverlust und der Staat habe kein Lösegeld gezahlt, so Edward weiter.
 
Am Abend waren die meisten der betroffenen Websites wieder aufgeschaltet und die Situation schien unter Kontrolle. Die rasche Reaktion der Behörden hat auch damit zu tun, dass Louisiana 2017 als einer der ersten US-Bundesstaaten Massnahmen bei Cyberangriffen ausarbeitete. Gouverneur Edwards gründete damals eine Cybersicherheitskommission, die Verfahren und Aktionspläne für den Umgang mit Attacken erstellte, zu der auch das nun aktivierte Cybersicherheitsteam gehört. (paz)