Armee entwickelt MIL-Office mit Nexplore weiter

Soeben hat das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) als Beschaffungsstelle des VBS die Weiterentwicklung und den Betrieb der Software zur administrativen Entlastung der Milizoffiziere vergeben. Es handelt sich bei diesem Auftrag um das zweite Los zur Erweiterung des MIL Office 5 (MILO5) genannten Projekts. Die Software war in den letzten beiden Jahren entwickelt worden.
 
Gesichert hat sich die "Weiterentwicklungen und Neuentwicklungen im Bereich MILO5" laut Simap der in Gwatt ansässige Microsoft-Partner Nexplore für knapp 4,2 Millionen Franken. Das zweite eingegangene Angebot lag mit rund 7,1 Millionen Franken deutlich darüber.
 
Für das wesentlich kleinere erste Los, es umfasst die Planung, Begleitung und Überwachung der Softwareentwicklung, ging nur ein Angebot ein und der Auftrag für 145'000 Franken an den St. Galler Dienstleister Lupina. Gemäss Ausschreibung wird im Juli 2020 gestartet, 2027 endet der Auftrag.
 
Mit diesen Zuschlägen wird die jahrelange Geschichte rund um das Thema "Digitalisierung des Dienstbüchleins" weiter geschrieben. Zuletzt war vor ziemlich genau einem Jahr bereits eine Motion zur Einführung einer Software, um Milizoffiziere administrativ zu entlasten, im Ständerat abgelehnt worden. Allerdings nur, weil die damit geforderte Digitalisierung der Armee inzwischen vom VBS aufgenommen worden und die Weiterentwicklung von MIL-Office abgeschlossen sei.
 
Dabei wurde damals allerdings auch schon festgehalten, dass die Applikation MIL-Office nun so weit ausgebaut werde, dass sie auch für die junge Generation, die eher auf Smartphones arbeite, verwendbar sein werde. Bleibt abzuwarten, was von dem 76-seitigen Anforderungskatalog am Ende realisiert sein wird. (vri)