Bund holt sich Hilfe für Prozess­optimierung

Für bis zu 90 Millionen Franken sollen externe Firmen, darunter IBM, SwissQ, PwC und QPerior, verschiedene Bundesstellen im Organisations- und Prozess­management unterstützen.
 
In einer Ausschreibung suchte der Bund "ausgewiesene Experten mit langjähriger Erfahrung", die diverse Bundesstellen im Organisations- und Prozessmanagement begleiten sollen. Die Ausschreibung des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) erfolgte in mehreren Losen mit einem Beschaffungsvolumen von maximal 90 Millionen Franken über alle Zuschlagsempfänger hinweg. Dabei handelt es sich um Rahmenverträge für die Jahre 2020 bis 2026 und es werden nicht zwingend alle Leistungen abgerufen. Wie aus der Ausschreibung weiter hervorgeht, ist rund die Hälfte des ausgeschriebenen Volumens für die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) und deren Programm DaziT reserviert.
 
Die gewählten Anbieter werden laut BIT situativ für unterschiedliche Programme und Projekte beauftragt und sollen die Bundesstellen laut Ausschreibung in den Bereichen Management, Wirtschaft, Finanzwesen, Wissenschaft und Informatik unterstützen.
 
Im ersten Los "Entwicklung" wurde Beratung in den Bereichen Organisations- und Supply-Chain-Management ausgeschrieben. Dazu gehört unter anderem Personalentwicklung und Führungsinstrumente. Ebenfalls gefordert wurden in der Ausschreibung Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Im Zusammenhang mit dem DaziT-Programm werden die Analyse und Erstellung von Entscheidungsgrundlagen genannt sowie die organisatorische Weiterentwicklung und Unterstützung zur Definition und Umsetzung des ICT-Zielbilds.
 
Vom BIT abgerufen werden in diesem ersten Los maximal 70 Millionen Franken. Gemäss Simap-Publikation sind acht Angebote eingegangen. Der Zuschlag wurde an fünf Firmen erteilt: IBM Schweiz, Deloitte Consulting, APP Unternehmensberatung, SwissQ Consulting sowie PricewaterhouseCoopers.
 
Letztere habe die höchste Gesamtpunktzahl unter allen eingereichten Angeboten erreicht. Die anderen Zuschlagsempfänger haben jeweils eine der fünf höchsten Gesamtpunktzahlen erreicht, heisst es zur Begründung des Zuschlags. Die Unternehmen haben Stundensätze zwischen 162 und 259 Franken offeriert.
 
Innovation für 15 Millionen Franken
Unterstützung im Bereich "Innovation" wurde vom BIT im zweiten Los gesucht. Dabei geht es um die Bereiche Wissenschaft und Forschung, Technologie und ICT-Beratung. Konkret genannt werden in der Ausschreibung unter anderem IoT, Machine Learning und KI, Agile Entwicklung, Cyber Security sowie Trendforschung und Startups oder Industrie 4.0. Auch hier ging der Zuschlag an fünf Unternehmen: PricewaterhouseCoopers, IBM Schweiz, Q-Perior, Innovation Process Technology sowie APP Unternehmensberatung. Das Beschaffungsvolumen beträgt im zweiten Los maximal 15 Millionen Franken. Die offerierten Stundensätze beliefen sich zwischen 183 und 237,50 Franken.
 
Deloitte Consulting holte sich zudem den Zuschlag im Dritten Los "Normen". Es war laut Simap-Publikation das einzige Angebot, das dafür eingegangen war. Mit diesem Los suchte das BIT Leistungen in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Finanzwesen. Genannt werden etwa Beratungen im Vertragswesen sowie bei Normen und Standards. Hinzu kommen Themen wie Zahlungsverkehr, Inkasso oder Finanzplanung. (kjo)