Acht Supercomputer für Europa

Das gemeinsame Unternehmen für europäische Hochleistungsrechner (EuroHPC JU) hat mit acht IT-Unternehmen und Labors Hosting-Vereinbarungen über die Unterbringung von Supercomputern unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird nun die Beschaffung der Rechner in die Wege geleitet, wie EuroHPC JU mitteilt.
 
Drei der neuen Maschinen werden sogenannte pre-exascale Rechner mit mehr als 150 Petaflops sein, also über 150 Millionen Milliarden Kalkulationen pro Sekunde leisten können. Sie werden in Spanien, Finnland und Italien voraussichtlich Ende 2020 einsatzbereit sein. Die übrigen fünf Rechner, die in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Luxemburg, Portugal und Slowenien angesiedelt werden, werden bis zu zehn Petaflops Leistung haben. Sie sollen ab Mitte nächstem Jahr zur Verfügung stehen.
 
Die Systeme werden europäischen Forschern zugänglich gemacht, um etwa neue Anwendungen für künstliche Intelligenz oder Modelle zum Klimawandel zu entwickeln.
 
"Diese Unterzeichnungen stellen einen Meilenstein in den Aktivitäten des gemeinsamen Unternehmens dar und bringen uns unserem Ziel, Europa zu einem weltweit führenden Anbieter von Hochleistungscomputern zu machen, einen Schritt näher", erklärt Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, in einer Mitteilung.
 
Die EU hat das gemeinschaftliche Unternehmen EuroHPC JU im Herbst 2018 ins Leben gerufen, um ein Supercomputing-Ökosystem in Europa zu etablieren. Die öffentlich-private Partnerschaft mit 30 Mitgliedsstaaten, darunter auch die Schweiz, hat ein Budget von rund einer Milliarde Euro. (ts)