BL schafft 16 neue Stellen für Kampf gegen Cyber-Kriminalität

Die Baselbieter Behörden rüsten im Kampf gegen Cyber-Kriminalität auf. Der Landrat hat einen Kredit für insgesamt 16 neue Stellen bewilligt. Sie werden im Rahmen einer Strategie der Polizei und der Staatsanwaltschaft geschaffen.
 
Der Entscheid fiel im Landrat mit 86 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Somit werden 13 zusätzliche Stellen bei der Polizei angesiedelt, die damit 20 Cyber-Polizisten beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft erhält drei zusätzliche Stellen für den Bereich.
 
Konkret wird die Staatsanwaltschaft einen neuen Fachbereich in der Hauptabteilung Drogen und organisierte Kriminalität schaffen. Bei der Polizei geht es um eine Abteilung mit den Fachbereichen IT-Forensik, IT-Ermittlung und IT-Überwachung in der Hauptabteilung Kriminalpolizei.
 
Die Kosten werden von der Regierung auf 2,1 Millionen Franken im Jahr beziffert. Dazu kommen einmalige Kosten in der Höhe von rund 3,2 Millionen Franken für den Ausbau der gemeinsamen Räumlichkeiten sowie jährliche wiederkehrende Kosten in der Höhe von rund 850'000 Franken.
 
Die Bekämpfung von Internet-Kriminalität war im Landrat unbestritten und wurde von allen Fraktionen gutgeheissen. Laut Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer zeigt sich die Baselbieter Bevölkerung verunsichert von Cyber-Kriminalität. Man wolle mit den neuen Stellen unter anderem mehr Fälle zur Anklage bringen und Aufklärungsarbeit leisten, so Schweizer. (Keystone-sda/ts)