E-Banking Probleme bei der Credit Suisse und Clientis

Nachdem vergangene Woche das E-Banking der ZKB nach Wartungsarbeiten ins Stocken kam, gab es diese Woche Probleme beim Online-Banking der Credit Suisse und den Clientis Banken. Laut einem Bericht des 'Tagesanzeigers' hielt die Störung bei der Credit Suisse bis am Nachmittag des 25. November an. "Ab dem frühen Montagnachmittag hat sich die Situation wieder verbessert und die Systeme funktionieren seither wieder. Unsere Kunden wurden auf der Einstiegsseite unseres Online-Bankings über die Kapazitätsengpässe informiert", bestätigt die Bank gegenüber inside-it.ch. Zu den konkreten Ursachen der Störung gibt die Credit Suisse keine Auskunft.
 
Auch bei den Clientis-Banken kam es nach einem geplanten Releasewechsel zu einer Störung im E-Banking. "Unter sehr grosser Last in der Produktion führte dieser Systemrelease zu massiven Performance-Problemen, die in den Tests nicht festgestellt werden konnten", schreibt ein Clientis-Sprecher auf unsere Anfrage. Man habe sich deshalb entschieden, das E-Banking zu deaktivieren. Das Mobile-Banking sei den Kunden aber zur Verfügung gestanden.
 
"Ab Montag 23 Uhr stand das E-Banking wieder eingeschränkt zur Verfügung. Bis Dienstagmittag konnten auch die Performance-Probleme gelöst werden und das E-Banking stand wieder uneingeschränkt zur Verfügung", führt der Sprecher aus.
 
Bei der Bank wurde im Rahmen eines Finnova-Releases eine Anbindung zwischen dem E-Banking und dem Corebanking-System erneuert, präzisiert Clientis. "Dabei sollte eine Offline-Schnittstelle durch einen HTTP-Agent ersetzt werden." Bei der Fehleranalyse habe sich jedoch gezeigt, dass der HTTP-Agent die Last der Anfragen nicht verarbeiten gekonnt habe. In Folge dessen habe die Schnittstelle wieder auf die vergangene Version zurückgebaut werden müssen.
 
Von der Störung betroffen waren die 15 Clientis-Banken sowie weitere zehn Regionalbanken, die von der Clientis-Gruppe Dienstleistungen beziehen. (kjo)