AWS entwickelt seinen nächsten Chip

Wie 'Reuters' berichtet, entwickelt Amazon Web Services gegenwärtig eine zweite Generation eigener Server-CPUs. Wie ihre Vorgänger, so erklärten zwei Insider der Nachrichtenagentur, basieren sie auf der Architektur von ARM und sind nur für den AWS-internen Einsatz vorgesehen.
 
Da sie auf einer neueren Version der ARM-Architektur basieren, dürften die Chips rund 20 Prozent schneller werden als ihre Vorgänger. Damit werden sie aber weiterhin weniger leistungsfähig sein als aktuelle Server-CPUs von Intel oder AMD. Vorteile der ARM-Chips sind niedrige Kosten, ein geringer Energieverbrauch und eine geringe Hitzeentwicklung und damit verbunden die Möglichkeit, sehr viele CPUs in einen Server einzubauen. AWS dürfte die Eigenbau-Chips daher vordringlich für Aufgaben einsetzen, für die viel parallele Rechenkraft einen Vorteil bringt.
 
So lange AWS aber nicht beginnt, die CPUs auch extern zu verkaufen, wird die Geschichte Intel und AMD kaum Sorgen bereiten. Die ARM-Architektur wurde für Smartphone-CPUs entwickelt. Die Idee, sie trotzdem auch für Server zu verwenden, entstand schon vor rund zehn Jahren. Propagiert wurde die Idee der "Mikroserver" von Startups wie SeaMicro oder Caixeda. Von den grossen Herstellern engagierte sich vor allem HPE mit seinen "Moonshot"-Servern auf diesem Gebiet. Mehr als eine kleine Marktnische eroberten die Mikroserver aber nie. (hjm)