AWS bringt Quanten-Computing aus der Cloud

Nach Microsoft, Google und IBM lanciert nun auch der Public-Cloud-Marktführer Amazon Web Services einen Quanten-Computing-Service. "Amazon Braket" ist ab sofort in der Preview-Version verfügbar, wie das Unternehmen im Rahmen seiner Re:Invent-Konferenz ankündigt.
 
AWS baut jedoch keine eigenen Quanten-Computing-Ressourcen auf, sondern arbeitet mit D-Wave, IonQ und Rigetti zusammen. Im Wesentlichen bietet AWS einen einheitlichen Zugriff auf die Ressourcen dieser Partnerunternehmen. "Wir glauben, dass Quanten-Computing eine Cloud-First-Technologie sein wird und dass die Cloud der wichtigste Weg sein wird, wie Kunden auf die Hardware zugreifen können", so Charlie Bell, Senior Vice President, Utility Computing Services, AWS.
 
Amazon Braket erlaube es Entwicklern, sich dem Thema anzunähern, Quanten-Algorithmen und -Anwendungen zu entwickeln und diese dann auf der Hardware der Partner zu testen, heisst es in einer Mitteilung.
 
"Durch die Zusammenarbeit mit AWS werden wir in der Lage sein, den Zugang zu unseren Systemen für einen viel breiteren Markt zu ermöglichen und das Wachstum dieser aufstrebenden Branche zu beschleunigen", freut sich Chad Rigetti, Gründer und CEO von Rigetti Computing, über die Partnerschaft mit AWS.
 
Für das Quantencomputing-Angebot verspricht AWS eine Reihe von vorinstallierten Entwicklertools, Beispiel-Algorithmen und Tutorials. Damit wolle man Anwendern den Einstieg in die Quanten-Welt erleichtern. Zudem kündigt Amazon das "AWS Center für Quantencomputing" und das "Quantum Solutions Lab" an. Auch hier geht es nicht darum, dass Amazon einen eigenen Quantencomputer baut, sondern ein Ökosystem für die Weiterentwicklung und Erforschung der Technologie schafft. (kjo)