Kanton Bern bewilligt über 100 Millionen für das KAIO

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 3. Dezember mit 134 zu 3 Stimmen dem Rahmenkredit für die Produktgruppe Informatik und Organisation im Jahr 2020 zugestimmt. Dadurch werden einmalige Ausgaben von 15,2 Millionen und 87,3 Millionen Franken wiederkehrend genehmigt.
 
Laut Beschluss betreffen die Ausgaben hauptsächlich die vom Amt für Informatik und Organisation (KAIO) erbrachten Leistungen in der ICT-Grundversorgung und im Bereich der Konzernapplikationen und des öffentlichen Beschaffungswesen. Im Vergleich zu 2019 steigt der Rahmenkredit von 95'405'785 auf 103'633'913 Franken. Diese Zunahme liegt im Schnitt der beiden Vorjahre.
 
In seinem Vortrag zum Rahmenkredit schreibt der Regierungsrat, dass sich die Jahressummen nur begrenzt vergleichen liessen, da sie mehrjährige Ausgabebewilligungen für grössere ICT-Projekte nicht beinhalten, die über Simap ausgeschrieben werden. Darunter fallen zum Beispiel die Microsoft-Lizenzen für die Jahre 2017 bis 2021 im Rahmen von 36 Millionen Franken.
 
Interessant sind die Abweichungen zum letzten Kredit: So werden 3 Millionen Franken eingespart, weil die Betriebs- und Wartungskosten bei Be-net in Folge einer Neuausschreibung der Netzwerkkosten reduziert werden konnten. Mit knapp plus 5 Millionen Franken werden andererseits die Ausgaben bei BE-Plattformen budgetiert. Im Rahmen des Programms IT@BE werden die Serverleistungen für die Direktionen, die Staatskanzlei und die Justizbehörden bei Bedag zentralisiert, wodurch sich die zentral bewilligten Betriebs- und Wartungskosten erhöhen.
 
Unter neue Investitionen fallen etwa rund eine halbe Million Franken für die Integration der "Swiss-ID" im kantonalen E-Government-Portal BE-Login. Rund 1,5 Millionen sind im Bereich ICT-Projektmanagement geplant, wozu unter anderem die Einführung der Zwei-Faktoren-Authentisierung an den kantonalen PC-Arbeitsplätzen gehört. (paz)