Astra vergibt Auftrag für 30 Millionen

17. Februar 2022 um 10:53
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Foto: Nabeel Syed / Unsplash

Der Zuschlag wurde an die Zürcher Firma Yunex erteilt. Diese soll ein Verkehrsmanagementsystem für das Astra entwickeln.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat einen Zuschlag über 30 Millionen Franken an die Zürcher Firma Yunex erteilt. Aus den Ausschreibungsunterlagen geht hervor, dass der Anbieter für intelligente Strassenverkehrslösungen ein nationales Verkehrsmanagementsystem für das Astra entwickeln soll.
Die Behörde hat die Streckenausrüstungen der Nationalstrassen in den letzten Jahren stark ausgebaut und Anstrengungen für die Verbesserung des operativen Verkehrsmanagements unternommen. In der räumlichen Koordination, der Einbindung und der Benutzbarkeit der Verkehrsmanagement-Anlagen bestehen gemäss der Ausschreibung aber nach wie vor gewichtige Defizite.
Die Verkehrsbeeinflussung auf den Schweizer Nationalstrassen basiert bisher auf Beobachtungen des Geschehens, einigen einfachen Regeln sowie externen Meldungen. Mit dem neuen System soll ein verkehrsadaptives Regelwerk für diese Aufgabe geschaffen werden. Dieses soll dem zuständigen Operator zukünftig Vorschläge unterbreiten oder Massnahmen zur Verkehrsbeeinflussung vollautomatisiert aufzeigen. Solche Systeme werden bis anhin lediglich lokal oder regional eingesetzt und seien unterschiedlich ausgeprägt, so das Astra.
Der Beschaffungsprozess
Das Verfahren für die Beschaffung war in drei verschiedene Phasen aufgeteilt. In einer ersten wurde eine Präqualifikation durchgeführt. In einer zweiten sind gemäss dem Pflichtenheft 3 verschiedene Anbieter als Dialogpartner selektiert worden und in der letzten waren dann nur noch die präqualifizierten Anbieter, welche zugleich auch Dialogpartner waren, zugelassen.
Schliesslich mussten die 3 zugelassenen Anbieter einen Lösungsvorschlag beim Astra einreichen, einen Prototyp gemäss der Aufgabenstellung vorstellen und ein endgültiges Angebot einreichen. Dafür seien sie vom Astra mit 60'000 Franken entschädigt worden, geht aus den Unterlagen hervor. Durchsetzen konnte sich schlussendlich die Firma Yunex.
Der Zuschlagsempfänger
Das Zürcher Unternehmen agiert seit Juli 2021 als unabhängig geführte Gesellschaft und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 600 Millionen Euro. Anfang Jahr wurde das Unternehmen für 950 Millionen Euro von Siemens an den italienischen Infrastrukturbetreiber Atlantia verkauft.
Der Verkehrsmanagement-Spezialist beschäftigt weltweit über 30'000 Mitarbeitende und ist in mehr als 25 Ländern aktiv. Seine Softwarelösungen kommen in Grossstädten wie Dubai, London, Berlin, Bogota oder Miami zum Einsatz und erfüllen gemäss dem Hersteller alle wichtigen Verkehrstechnologie-Standards in der EU, Grossbritannien, Asien und Amerika.
Update: Die Zahl der Mitarbeitenden wurde korrigiert.

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