Ausgaben des Bundes für F&E sind deutlich zurückgegangen

27. Juni 2022, 12:21
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Der Hauptgrund ist laut dem Bundesamt für Statistik, dass die Schweiz nicht mehr beim Horizon-Programm der EU mitmacht.

Gemäss Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) beliefen sich die Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung im Jahr 2021 noch auf 2,2 Milliarden Franken und damit 413 Millionen Franken weniger als im Jahr 2019. In einer Zeit, in der Technologie immer wichtiger wird, erstaunt dieser Rückgang. Laut dem BfS ist der grösste Teil des Rückgangs darauf zurückzuführen, dass die Schweiz nicht mehr beim EU-Forschungsprogramm Horizon assoziiert ist. Dadurch hat sich ein Teil der Ausgaben zeitlich verschoben.
Als nicht assoziiertes Drittland, führt das BfS aus, konnte die Schweiz den Pflichtbeitrag an die Europäische Kommission im Jahr 2021 nicht leisten. Stattdessen fliessen die ursprünglich für die EU vorgesehenen Gelder nun im Rahmen von Übergangsmassnahmen direkt an die Schweizer Beteiligung an Forschungs- und Innovationsprojekten. Die dafür vorgesehenen Summen werden aber nun den Forschenden laufend, je nach Projektfortschritt ausgezahlt und nicht mehr wie in den Jahren davor in einer einzigen Überweisung an die EU.
Das heisst, man kann davon ausgehen, dass ein Teil des 2021 nicht bezahlten Geldes im laufenden und den kommenden Jahren sozusagen nachgezahlt wird.
Der grösste Teil der F&E-Ausgaben des Bundes sind Beiträge an Projekte im In- und Ausland. Laut dem BfS sind die Beiträge an inländische Projekte zwischen 2019 und 2021 um 8% auf 1,6 Milliarden Franken gestiegen. Gleichzeitig gingen aber die Beiträge an ausländische Projekte von 850 Millionen Franken auf 292 Millionen Franken zurück.
Etwa 300 Millionen Franken gab der Bund 2021 für Forschungsaktivitäten in Einheiten des Bundes selbst oder für direkte F&E-Aufträge aus. Fast die Hälfte dieser 300 Millionen wurden für Projekte im Bereich Landwirtschaft verwendet. 11% der Aufwendungen flossen in Projekte für die Landesverteidigung, nur 8% in industrielle Produktion und Technologie, 8% in gesellschaftliche Strukturen und Beziehungen und 7% in die Umwelt.

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