Das Berner Startup Loxo hat ein autonomes Lieferfahrzeug vorgestellt, dass Pakete an die Endkundschaft ausliefern soll. Das Gefährt mit dem Namen Alpha wurde in der Schweiz entwickelt und produziert. Im Frühling 2023 soll es zum ersten Mal auf öffentlichen Strassen unterwegs sein, schreibt das Startup in einer Mitteilung. Mit dem Produkt soll die autonome Mobilität "revolutioniert" und zum Standard für Heimlieferungen werden.
In welcher Ortschaft der Lieferroboter eingesetzt werden soll, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht mitteilen. Um in Zukunft Pakete autonom vom Händler zum Kunden zu bringen, wird das Gefährt in einem Logistikzentrum manuell mit verschiedenen Paketen befüllt. Der Empfänger kann dann steuern, wann ihm die bestellte Ware zugestellt wird. Dazu hält Alpha dann vor der Haustür an und fordert den Empfänger über das Smartphone zur Abholung auf.
Die Reichweite des autonomen Fahrzeugs beträgt laut Hersteller 110 Kilometer. Das Fassungsvermögen beträgt 2600 Liter oder 320 Kilo. Je nach Ausstattung und Version verfügt der Lieferroboter bis zu 30 einzelne Fächer, in denen verschiedenste Waren transportiert werden können. Diese müssen dabei nicht unbedingt als Pakete verpackt sein, schreibt Loxo auf unsere Anfrage hin.
So sollen für Händler insbesondere die Kosten für Heimlieferungen sinken, schreibt Loxo. Zudem sei der Kauf mit verschiedenen Serviceleistungen verbunden. Dazu zählen ein Software-Paket, die Wartung des Fahrzeugs sowie die Erarbeitung eines entsprechenden Usecases. Das Fahrzeug soll vollständig in die IT der Kundschaft integriert werden, sagte Mitgründer Claudio Panizza.
Erst kürzlich scheiterte der Retail-Riese Amazon mit einem ähnlichen Projekt in den USA. Während 3 Jahren wurden dort in einem Wohngebiet Pakete von Robotern ausgeliefert. Im Oktober wurde der
Versuch gestoppt. Auch in der Schweiz gab es schon ähnliche Bemühungen: Die Post stellte ihren
Testbetrieb mit autonomen Lieferrobotern ebenfalls ein, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden konnten. Zudem wird auch an der EPFL in Lausanne an solchen Fahrzeugen
getüftelt.