AWS verzeichnet bisher schwächstes Wachstum

28. Oktober 2022, 11:36
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Amazon-CEO Andy Jassy war bis 2021 als AWS-Chef für das Public-Cloud-Geschäft zuständig.

Die Cloud-Sparte bleibt der Gewinntreiber für den US-Konzern. Aber höhere Energie- und Personalkosten sowie Sparmassnahmen bei Kunden belasten die Bilanz deutlich.

Der E-Commerce-Gigant Amazon hat die Ergebnisse für das dritte Quartal per Ende September 2022 bekannt gegeben. Der Umsatz der Cloud-Sparte AWS ging im Jahresvergleich zwar um 27% auf 20,5 Milliarden US-Dollar nach oben. Dies ist aber weniger, als Analysten erwartet hatten. Laut 'CNBC' ist das das schwächste Wachstum, seit der Konzern 2014 damit begonnen hat, die AWS-Ergebnisse separat auszuweisen. Im zweiten Quartal hatte AWS noch ein Plus von 33% ausgewiesen.
Die anhaltenden Unsicherheiten hätten zu einem "Anstieg der AWS-Kunden geführt, die sich auf die Kostenkontrolle konzentrieren", erklärte Amazon-CFO Brian Olsavsky.
Unter dem Strich verblieb ein Betriebsgewinn von 5,4 Milliarden Dollar. Das Ergebnis sei von höheren Energiepreisen und Löhnen beeinflusst worden, heisst es vom Konzern weiter.
Der Umsatz des gesamten Konzerns belief sich auf 127,1 (+15%) Milliarden US-Dollar. Damit trage AWS 16% zum Konzernumsatz bei. Die Cloud-Sparte wächst deutlich schneller als das E-Commerce-Kerngeschäft. Auch der Konzerngewinn wird mehrheitlich durch das Public-Cloud-Angebot erwirtschaftet.
Amazon hat zudem die Erwartungen für das wichtige vierte Quartal heruntergeschraubt. Das Weihnachtsgeschäft werde aufgrund der schwierigeren wirtschaftlichen Lage schlechter ausfallen, so Amazon. CFO Olsavsky erklärte gegenüber Journalisten, dass sich das Unternehmen auf eine möglicherweise langsamere Wachstumsphase vorbereite und bei Neueinstellungen sehr vorsichtig sei.
Die niedrigeren Umsatz- und Gewinnaussichten schickten die Aktie auf Talfahrt. Im nachbörslichen Handel verloren sie zwischenzeitlich um bis zu 19% an Wert.

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