Baselbiet will für Cybercrime sensibilisieren

16. Mai 2022, 10:06
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Die Cybercrime-Fallzahlen steigen. Mit Sensibilisierungs­anlässen sollen Verwaltungen, Firmen und die Bevölkerung auf das wachsende Problem aufmerksam gemacht werden.

Der Kanton Baselland will die Prävention gegen Kriminalität im digitalen Raum verstärken. Mit verschiedenen Anlässen sollen Gemeindebehörden, Unternehmen und auch die Bevölkerung für das wachsende Problemfeld Cybercrime sensibilisiert werden.
Im vergangenen Jahr verzeichnete der Kanton einen signifikanten Anstieg bei der Cyberkriminalität. Gemäss der Kriminalstatistik 2021 nahmen die Delikte im Jahresvergleich um fast 50% zu. Mehrheitlich handle es sich dabei um "klassische Delikte", welche unter Zuhilfenahme von digitalen Technologien begangen worden seien, heisst es vom Kanton. Beispiele sind der Missbrauch von Wertkarten oder Betrug bei Online-Kleinanzeigen.
Schaut man sich Cyberkriminalität im engeren Sinne an, seien im letzten Jahr 115 Fälle registriert worden. Darunter befinden sich Ransomware-Angriffe, ein Botnet-Vorfall oder Spyware. Diese Zahl bewege sich zwar auf Vorjahresniveau, so der Kanton, aber in den vergangenen Jahren sei sie gewachsen. Es müsse mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden.
In der Baselbieter Sicherheitsdirektion sei die Bekämpfung der Cyberkriminalität einer der Schwerpunkte. Deshalb sollen auch die Bevölkerung, die Verwaltung und die Unternehmen auf das wachsende Problem aufmerksam gemacht werden.
Von Mai bis September finden gemäss Mitteilung mehrere Anlässe im Kanton statt, die zusammen von der Polizei Basel-Landschaft und der Standortförderung Baselland durchgeführt werden. Die Events richten sich an die Gesamtbevölkerung, aber es gibt auch Informationsanlässe für Unternehmen und Gemeinden.
Verwaltungen, Firmen und die Bevölkerung würden von den Strafverfolgungsbehörden zurecht erwarten, dass Cyberdelikte verfolgt und geahndet werden, schreibt der Kanton. Aber: "Wir haben es auch in den eigenen Händen", sagte Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer. "Seien Sie aufmerksam, seien Sie vorsichtig und skeptisch. Melden Sie allfällige Verstösse umgehend."

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