Bechtle wächst trotz Lieferengpässen

12. Mai 2022, 09:12
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Foto: Bechtle

Der IT-Dienstleister legt im ersten Quartal bei Umsatz und Ergebnis zu und hofft, dass sich die Nachschubprobleme in der zweiten Jahreshälfte entspannen.

Von "einem beeindruckenden Start ins Geschäftsjahr 2022" spricht Bechtle in einer Mitteilung. Trotz anhaltenden Lieferengpässen habe das Unternehmen bei Umsatz und Ergebnis zulegen können. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um 6,8% auf 1,04 Milliarden Euro. Das Geschäftsvolumen wuchs um fast 8% auf 1,63 Milliarden. Ausgebaut wurde auch die Zahl der Mitarbeitenden. Zum 31. März 2022 waren 12'966 Mitarbeitende bei Bechtle beschäftigt, das sind 660 Angestellte mehr als im Vorjahresquartal.
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erhöhte Bechtle den Umsatz um 1,3% auf 843 Millionen Euro. Der EBIT stieg um 14,4% auf 47 Millionen. Im Segment IT-E-Commerce legte der Umsatz um 16,7% auf 536 Millionen zu. Eine besonders positive Entwicklung hätten hier die Gesellschaften ausserhalb Deutschlands mit einem Plus von 18,3% gezeigt. Der EBIT erhöhte sich in diesem Segment um 34,5% auf 28 Millionen Euro.

Lieferengpässe belasten Cashflow

Von den Lieferproblemen belastet ist hingegen der Cashflow. Der operative Cashflow lag im ersten Quartal 2022, insbesondere beeinflusst vom hohen Bestand der Vorräte, bei minus 127 Millionen. "Bei einem Grossteil der Vorräte handelt es sich nach wie vor um projektgebundene Waren, die aufgrund fehlender Komponenten von Gesamtaufträgen noch nicht ausgeliefert werden konnten", schreibt Bechtle. Die Gesamtliquidität sei mit 267 Millionen Euro jedoch nach wie vor auf "einem sehr komfortablen Niveau".
Bechtle sei für das laufende Geschäftsjahr weiter optimistisch und bestätige die Prognose eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstiegs bei einer gleichzeitig stabilen EBT-Marge, heisst es weiter. "Die Zahlen des ersten Quartals sind eine sehr gute Basis für das laufende Geschäftsjahr. Wir müssen zwar davon ausgehen, dass uns die Lieferengpässe noch geraume Zeit begleiten werden. Wir hoffen jedoch, dass sich die Liefersituation ab dem zweiten Halbjahr sukzessive entspannen wird und daraus resultierend die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf weiter zunimmt. Die Unsicherheiten sind allerdings sehr hoch, dennoch bleibt unser Ausblick unverändert positiv", lässt sich der Vorstandsvorsitzenden Thomas Olemotz zitieren.

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