Berner Schulen passen Lizenzbeschaffung an

11. Februar 2022, 15:54
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Blick auf Bern. Foto: Joel & Jasmin Førestbird/Unsplash

Reseller, die für die Stadtberner Volksschulen Microsoft-365-Education-Lizenzen offerieren wollen, können den Datenstandort unberücksichtigt lassen.

Die Stadt Bern hat die Ausschreibung der Beschaffung von Lizenzen für Microsoft-365-Education vom 12. Januar 2022 berichtigt. Wie den nun vorgenommenen Anpassungen auf Simap zu entnehmen ist, wurde der Datenstandort Schweiz als Eignungskriterium gestrichen.
Es geht dabei um die Beschaffung von Microsoft-365-Education-Lizenzen für rund 2300 Lehrpersonen und die Schuladministration sowie für 11'500 Schülerinnen und Schüler der Volkschulen in der Bern zum April 2022.
Bei der Stadt Bern erklärt man auf Anfrage von inside-it.ch, die Löschung des Satzes "die Lizenzen fallen so aus, dass der Datenstandort in der Schweiz ist" damit, dass "dieses Kriterium nicht bewertet werden kann". Der zu evaluierende Lizenz-Reseller habe keinen Einfluss auf den effektiven Daten-Speicherort von Microsoft, schreibt Luciano Bergamin, Abteilungsleiter Informatik bei der städtischen Direktion für Finanzen, Personal und Informatik.
Auch gebe es keine unterschiedlichen Lizenztypen, die einen Datenspeicherort beeinflussen könnten, erklärt er weiter. "Der Datenstandort Schweiz ist gemäss Microsoft bis Juli 2022 für Bildungseinrichtungen auf Basis des Educa-Rahmenvertrags sichergestellt", so Bergamin.
Befinden sich die Daten heute teilweise noch in der EU, werden ab Juli dann "die betroffenen Daten in den beiden Rechenzentren von Microsoft in der Schweiz (Genf und Zürich) gespeichert" sein, und zwar auch die, "welche vorher noch in Microsoft-Rechenzentren innerhalb der EU gespeichert waren", führt er weiter aus. Ausserdem stellt er noch klar, dass der Gerichtsstand Bern in jedem Fall gewährleistet sei.

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