Bexio betreibt Schadensbegrenzung

15. Juni 2022, 09:46
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Foto: Umanoide / Unsplash

Nach der Kritik um die AGB-Anpassung, die die Datenweitergabe an die Mobiliar Versicherung erlaubt, betont der Software-Anbieter die grosse Nachfrage nach dem eigenen Produkt.

Wenn ein Unternehmen kommuniziert, wie viele Kunden es zählt, ist das normalerweise keine Meldung wert. Im Falle von Bexio ist das etwas anders.
Die neuen AGB des KMU-Softwareanbieters hatten für Wirbel gesorgt. Bexio zwang seine Kunden dazu, diese zu akzeptieren oder innert zwei Wochen zu einem alternativen Anbieter zu migrieren. Bislang habe Bexio "vereinzelte direkte Reaktionen von Kundinnen und Kunden auf die ihnen gesetzte Frist" verzeichnet, erklärte die Mobiliar, Mutterhaus von Bexio, bei Bekanntwerden gegenüber inside-it.ch.
Dass die vereinzelten Reaktionen nicht unbedingt zu Kündigungen führen müssen, war abzusehen. Zu komplex war und ist die Situation für Kundinnen und Kunden, innert zwei Wochen die komplette Buchhaltung zu einem Bexio-Konkurrenten zu migrieren. So man denn als Unternehmen neue Geschäftsbedingungen überhaupt wahrnimmt, geschweige denn sich damit auseinandersetzt.
So vermeldet Bexio jedenfalls ein "gesundes Wachstum und eine nach wie vor hohe Nachfrage nach einer webbasierten Cloud-Lösung". Man zähle "50'000 zahlende Kunden und 1000 zertifizierte Treuhand-Partner". Zudem stehe Bexio-Kunden "demnächst" eine Schnittstelle zur Open-Banking-Plattform "Blink" von Six zur Verfügung.

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