Bund sucht Red-Hat-Unterstützung für 25 Millionen Franken

29. Februar 2024 um 10:56
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Foto: Agnieszka Boeske / Unsplash

Der Bund sucht bis zu 16 externe Dienstleister, welche die ganze Bundesverwaltung im Bereich Red Hat unterstützen. Es geht um 21'000 Personentage.

In der Bundesverwaltung ist Red Hat breit im Einsatz, unter anderem mit den Produkten Open Shift, Enterprise Linux oder Cloud Storage and Data Services. Mit Ersterem hat das BIT im Jahr 2022 für 16 Millionen Franken Suse abgelöst.
Nun will das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) für einen Ressourcenpool beschaffen, damit "die Bundesverwaltung zu kalkulierbaren Konditionen Dienstleistungen im Red Hat Umfeld bestellen kann", wie es im zugehörigen Pflichtenheft heisst, das inside-it.ch vorliegt.
Die gesuchten Anbieter sollen Expertise in den Bereichen Planung, Consulting, Entwicklung, Betrieb und Data Science im Bereich Red Hat mitbringen. Wichtige Themen sind unter anderem Integration und Migration von Fachapplikationen, Wartung und Support, Testing oder Cloud-Integration und -Management.
In insgesamt vier Losen sucht das BBL je vier Anbieter:
  • Architekt und Consulting mit einem Kontingent von 8000 Tagen
  • Projektleiter, 5000 Tage
  • Betrieb und Data Scientist, 2000 Tage
  • DevOps Leistungen, 6000 Tage
Insgesamt kalkuliert der Bund also mit 21'000 Tagen, was bei einem durchschnittlichen Satz von 1200 Franken pro Tag 25,2 Millionen Franken kosten wird. Es sollen Rahmenverträge abgeschlossen werden, die ab dem dritten Quartal 2024 für fünf Jahre gültig sind. Die Aufträge werden jeweils im Mini-Tender-Verfahren vergeben, heisst es in der Ausschreibung. Die Lose 1 bis 3 sind für die gesamte Bundesverwaltung gedacht, Letzteres für das Bundesamt für Informatik (BIT).
Den Zuschlag erhält, wer in puncto Qualität, Preis und Nachhaltigkeit überzeugt. Ersteres wird mit 65% gewichtet, der Preis mit 30% und Letzteres mit 5%.

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