Bundesrat: Informatiksicherheit von Ruag gewährleistet

1. April 2022, 11:59
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Vor dem Verkauf von Ruag International sollte die Datensicherheit des Konzerns geprüft werden. Das ist jetzt passiert. Gehackt worden sei der Konzern nicht.

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats forderte den Bundesrat dazu auf, die Datensicherheit beim Rüstungs- und Techkonzern Ruag International zu prüfen. Konkret solle ausgeschlossen werden können, dass sich sensible Daten in Archiven und Backups befinden, die beim Verkauf des Unternehmens in fremde Hände gelangen könnten.

Keine Belege für einen Hackerangriff

Wie der Bundesrat jetzt mitteilt, sind seines Erachtens die nötigen Massnahmen zur Datensicherheit bei Ruag umgesetzt. Auch sensible Restdaten von Ruag International sind demnach gelöscht. Mehr noch: Belege für den Hackerangriff vom Frühjahr 2021 gebe es nicht. Dennoch begleite der Bund die Informatiksicherheit der Ruag-Betriebe MRO und International weiterhin eng, heisst es weiter.
In seiner Stellungnahme hält der Bundesrat fest, dass die Löschung der militärischen sowie der weiteren sensitiven Daten bei Ruag International abgeschlossen sei. Der Armee-Lieferant Ruag MRO habe zusätzlich ein externes Audit in Auftrag gegeben, das zum Ziel hat, die Eigenständigkeit und Funktionalität der entflochtenen IT-Systeme zu überprüfen.

Sensitive Restdaten gelöscht

Die Systeme von Ruag International wurden demnach in einem separaten Projekt manuell durchforstet, Restdaten wurden individuell gelöscht. Zudem wird Ruag International vor jedem Verkauf von Unternehmensteilen durch externe Experten überprüfen lassen, ob angemessene Vorkehrungen getroffen wurden, um ungewollte Datenabflüsse zu verhindern, wie der Bundesrat schrieb.

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