Bundesrat verabschiedet Strategie für Daten­wissen­schaft

5. Dezember 2022, 11:09
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Das Bundesratsfoto 2022. Foto: Stefano Spinelli / Schweizerische Bundeskanzlei.

Die Regierung will das "grosse Potenzial" von Data Analytics nutzen. Dafür wurden nun Ziele und Massnahmen für den Einsatz definiert.

Zahlreiche Ämter der Bundesverwaltung setzen datenwissenschaftliche Anwendungen ein, um zum Beispiel Entwicklungen im Personenverkehr zu berechnen oder Gewittervorhersagen zu verbessern. Der Bundesrat sieht in diesem Bereich ein "grosses Potenzial" und will den Einsatz von Datenanalysen deshalb vorantreiben. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit den beiden ETHs das Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft (DSCC) ins Leben gerufen.
Seit Januar 2021 stellt dieses sein Fachwissen für die Verwaltungseinheiten von Bund, Kantonen und Gemeinden zur Verfügung. Zusätzlich dazu hat die Regierung nun auch eine entsprechende Datenwissenschaftsstrategie (DSStB) verabschiedet. Diese zeigt auf, wie die Bundesverwaltung die Datenwissen­schaft künftig nutzen soll, welche Ziele sie bei deren Einsatz verfolgen soll und welche Massnahmen für einen Einsatz erforderlich sind.

Vorbildfunktion gefordert

Im Zentrum der Strategie soll der koordinierte Einsatz von Data Science stehen, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Konkret sollen Bewusstsein und Kompetenz für datenwissenschaftliche Anwendungen in der Bundes­ver­wal­tung gezielt gefördert werden. Die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit entsprechender Werkzeuge und Plattformen soll damit erhöht werden. So sollen Synergien besser genutzt und die Zusammen­arbeit mit externen Stellen ausgebaut werden.
Mit der Strategie soll auch transparent gemacht werden, wie die einzelnen Verwaltungen Data Science einsetzen. Beispielsweise sollen Verhaltensregeln für die Anwendung von Datenwissenschaft für die Verwaltungseinheiten des Bundes formuliert werden. Die Bundesverwaltung nehme für den ver­ant­wort­ungs­vollen Einsatz von Datenwissenschaft eine Vorbildfunktion ein, schreibt die Regierung.
Die Umsetzung der Strategie sei mit der Digitalisierungsstrategie 2020–2023 und der Datenpolitik des Bundes sowie den Arbeiten des DSCC und des Kompetenznetzwerks für künstliche Intelligenz (CNAI) abgestimmt. Ihre Weiterentwicklung erfolgt durch die bereits bestehenden Digitalisierungs­gremien der Bundesverwaltung.

Kollaborative Plattform zum Ziel

Zusätzlich zur Verabschiedung der Strategie hat der Bundesrat auch einzelne Aufträge erteilt. So soll das Bundesamt für Statistik (BFS) zusammen mit anderen Departementen und der ETH einen Bericht erstellen, wo Data Analytics entlang des Prozesses der Politikgestaltung angewendet werden kann. Zudem sollen ein Verhaltenskodex für menschenzentrierte und vertrauenswürdige Datenwissenschaft und ein Konzept über die Anwendung von Datenwissenschaft zur Wahrung der Privatsphäre erstellt werden.
Schlussendlich soll ein Konzept erstellt werden, das aufzeigt, wie eine kollaborative Datenwissenschaftsplattform in der Bundesverwaltung etabliert werden kann.

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