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Business Bytes mit Urs Lehner – KI: Ohne Schweiss, kein Preis!

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Im Format Business Bytes äussert sich Urs Lehner, Head of Swisscom Business Customers zu aktuellen Mythen aus dem ICT-Universum. Thema dieser Folge: Künstliche Intelligenz im Unternehmen.

Künstliche Intelligenz (KI), insbesondere generative KI, ist ohne Zweifel einer der prägenden Trends unserer Zeit, der vor keinem Unternehmen haltmacht. Doch wie bei jeder neuen Technologie, so gibt es auch hier zahlreiche Trugschlüsse und Vorbehalte, die ich an dieser Stelle einordnen möchte.
Mythos #1: KI ist nur etwas für grosse Unternehmen.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass KI nur etwas für grosse Unternehmen mit umfassendem Budget ist. Tatsächlich sind die meisten KI-Technologien heutzutage erschwinglicher und zugänglicher als je zuvor. Es gibt eine Vielzahl von KI-Plattformen und -Tools, mit denen auch kleinere und mittlere Unternehmen vom KI-Einsatz profitieren können. Viele dieser Lösungen sind skalierbar und lassen sich gut an die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen.
Mythos #2: KI ist eine All-in-One-Lösung.
Ein weiterer Trugschluss besteht darin, dass KI eine All-in-One-Lösung für sämtliche Unternehmensprobleme ist. KI ist vielmehr ein Werkzeug, das nur in spezifischen Anwendungsbereichen voreilhaft ist. Deshalb sind zunächst klare Ziele zu definieren, die sich mit KI auch erreichen lassen. Die sorgfältige Planung und Evaluierung von KI-Projekten sind entscheidend, um sicherzustellen, dass diese Technologie auch tatsächlich die gewünschten Ergebnisse erzielt. Manchmal können herkömmliche Lösungen oder auch die menschliche Expertise – also die natürliche Intelligenz – effektiver sein. Deshalb: Nicht blind in einen KI-Hype vertrauen.
Mythos #3: Wer KI will, muss auf Swissness verzichten.
Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Unternehmen, die KI einsetzen möchten, auf Swissness verzichten müssen. Dieser Trugschluss fusst auf der Annahme, dass die Implementierung von KI nach internationalen Regeln erfolgen muss, die möglicherweise nicht den traditionellen Werten und Sicherheitsstandards der Schweiz entsprechen. Die Privatsphäre und Sicherheit von Daten sind in der Tat zentrale Bedenken, denn KI entfaltet das volle Potential oft erst, wenn sensible Daten geteilt werden. Entsprechend gross ist der Bedarf an Lösungen «made in Switzerland». Als eine der grössten ICT-Anbieterinnen in der Schweiz übernimmt Swisscom hier eine aktive Rolle. So entwickeln und nutzen wir KI-Lösungen sowohl intern zum Beispiel im Customer Service und bei blue TV, als auch extern mit unseren Kunden zur Entwicklung und Implementierung von KI-Anwendungen. Per Herbst 2024 werden wir zusammen mit unserem strategischen Partner NVIDIA zusätzlich einen One-Stop Shop für KI-Projekte anbieten, der von Hardware über Modelle und Applikation bis hin zum Consulting alles beinhaltet, was für eine hoch-performante Infrastruktur mit vertrauenswürdigen Services und einer Datenhaltung in der Schweiz erforderlich ist.
Mythos #4: KI ersetzt menschliche Arbeitskräfte.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass KI in erster Linie darauf abzielt, menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen. Die Realität sieht anders aus. KI-Technologien wie maschinelles Lernen und automatisierte Prozesse sind vielmehr darauf ausgelegt, menschliche Arbeit zu ergänzen und zu optimieren. Mithilfe von KI können monotone und repetitive Aufgaben automatisiert werden, was die Mitarbeitenden deutlich entlastet. Unternehmen müssen die KI als ein Werkzeug betrachten, das die Produktivität steigert und Mitarbeitende in ihrer Arbeit unterstützt.
Fazit
Irrtümer erkennen und korrigieren ist wichtig, um als Unternehmen ein realistisches Verständnis von KI zu entwickeln und die Chancen sowie Herausforderungen dieser Technologie sorgfältig zu evaluieren. Fakt ist: KI ist mehr als ein Hype. Das volle Potenzial kann KI jedoch nur dann entfalten, wenn auch die Qualität der Daten stimmt. Deshalb gibt es eine wichtige Fitness-Voraussetzung für alle KI-Projekte: eine zentrale, automatisierte Datenplattform. Das ist zwar eine schweisstreibende Aufgabe, doch die meisten Unternehmen arbeiten bereits fleissig daran.

Die zunehmende Digitalisierung führt zu mehr Daten und in diesen steckt ein enormes Potenzial. Erfahren Sie hier, wie Sie Daten wertstiftend nutzen können:
Daten als Schlüssel zum Erfolg


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