Ceconomy will Media Markt endlich komplett übernehmen

13. April 2022, 11:00
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Foto: Media Markt

Nach langem Streit ist die Übernahme der Anteile der Gründerfamilie auf der Zielgeraden. Damit soll die Konzernstruktur vereinfacht werden.

Nach einem jahrelangen Streit kündigte Ceconomy im Dezember 2020 an, Media Markt und Saturn vollständig zu übernehmen. Convergenta Invest, eine Beteiligungsgesellschaft der Familie des verstorbenen Mitgründers der Elektronik-Ketten Erich Kellerhals, erhalte im Gegenzug eine Beteiligung von 25,9% an Ceconomy, Wandelanleihen im Wert von 160 Millionen Euro und 130 Millionen Euro in bar. Laut Ceconomy betrage der Wert der Transaktion auf Basis des damaligen Aktienkurses insgesamt 815 Millionen Euro.
Jetzt will der Konzern diese Übernahme endgültig abschliessen. In einer Mitteilung heisst es, dass die Aktionäre an der ausserordentlichen Hauptversammlung am 12. April 2022 mit grosser Mehrheit den Kapitalmassnahmen zugestimmt haben, "die mit dem Erwerb der Minderheitsbeteiligung der Convergenta Invest GmbH an MediaMarktSaturn durch Ceconomy verbunden sind". Die ausserordentliche Hauptversammlung war nötig geworden, nachdem Aktionärsklagen eingegangen waren und die eigentlich bereits für 2021 geplante Übernahme verzögert hatten.

Ein "struktureller Befreiungsschlag"

Nach den Beschlüssen sei man zuversichtlich, die Convergenta-Transaktion spätestens bis Ende September 2022 vollziehen zu können, erklärte Karsten Wildberger, CEO von Ceconomy. "Die damit verbundene Vereinfachung der Gesellschafterstruktur ist für uns nichts Geringeres als ein struktureller Befreiungsschlag."
Mit dem Vollzug der Transaktion werde Ceconomy alleiniger Besitzer von Media Markt und Saturn. Im Gegenzug werde Convergenta mit der Beteiligung von 25,9% ein Ankeraktionär. "Der Gesellschafterstreit, der Ceconomy, Media Markt und Saturn fast zehn Jahre lang belastet und eine Menge Geld gekostet hat, ist Geschichte", sagte Wildberger in der Mitteilung.
Die künftige Gesellschafterstruktur ermögliche die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, reduziere die Verwaltungskosten und verbessere die Governance des Unternehmens weiter. "Wir beschleunigen unsere Entscheidungsprozesse und werden insgesamt schneller und schlagkräftiger", so Wildberger.

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