Cern will Teilchenbeschleuniger abschalten, um Strom zu sparen

7. September 2022, 14:55
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Foto: Cern

Das Forschungsinstitut will für den kommenden Winter einen Plan zur Reduzierung seines eigenen Energieverbrauchs erstellen. Im Ernstfall sollen gewisse Geräte stillstehen.

Das Europäische Zentrum für Kernforschung (Cern) in Genf bereitet sich darauf vor, einige seiner Teilchenbeschleuniger abzuschalten, um der derzeit herrschenden Strommangellage entgegenzuwirken. Gegenüber dem 'Wall Street Journal' erklärte Serge Claudet, Leiter der Cern-Kommission für Energiemanagement, dass einige der 8 Teilchenbeschleuniger abgeschaltet werden könnten, um die Stabilität des Stromnetzes in Europa zu gewährleisten.
Der Vorschlag soll den Regierungen von Frankreich und der Schweiz bis am Ende des Monats vorgelegt werden. "In Anbetracht des aktuellen Kontextes und als Teil seiner sozialen Verantwortung erstellt das Cern einen Plan zur Reduzierung seines Energieverbrauchs in diesem Winter", sagte ein Sprecher der Forschungsanstalt gegenüber 'The Register'.
Nach Angaben des 'Wall Street Journals' sprechen Beamte des Cern derzeit mit Vertretern des staatlichen französischen Energieversorgungsunter­nehmens EDF SA, um eine Vorwarnung zu vereinbaren, falls eine Abschaltung notwendig werden sollte. Das Cern möchte wenn möglich insbesondere seinen grössten Teilchenbeschleuniger, den LHC, in Betrieb halten, indem zuerst andere abgeschaltet werden.
Nach Angaben des Cern verbraucht der LHC und die damit verbundenen Experimente zwischen 600 und 750 Gigawattstunden Strom pro Jahr, während sich der Gesamtenergieverbrauch des Instituts auf etwa 1,3 Terawattstunden beläuft.

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