Cisco muss Ziele nach unten korrigieren

19. Mai 2022, 09:08
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Chuck Robbins, Chief Executive Officer von Cisco.

Die Covid-Lockdowns in China und der Krieg in der Ukraine machen dem Konzern zu schaffen. Cisco erwartet im laufenden Quartal einen Umsatzrückgang.

Im dritten Geschäftsquartal 2022 per Ende April hat Cisco einen Umsatz von 12,8 Milliarden Dollar erzielt. Damit entwickelte sich das Geschäft im Jahresvergleich flach. Der Nettogewinn belief sich auf 3 Milliarden (+6%).
Der Umsatz blieb damit unter den Markterwartungen. Die Papiere gaben im erweiterten Handel um bis zu 13% nach. Cisco begründet das Ergebnis einerseits mit den anhaltenden Lockdowns in China, andererseits mit der Einstellung der Tätigkeiten in Russland und Weissrussland. Letzteres habe das Geschäft mit 200 Millionen Dollar belastet.
Gleichzeitig korrigierte Cisco die Prognose für das vierte Quartal nach unten. Der Konzern rechnet mit einem Umsatzrückgang von 1 bis 5,5%. Für das Gesamtjahr 2022 geht Cisco von einem Umsatzwachstum von noch 2 bis 3% aus, statt dem zuvor erwarteten Plus von 5,5 bis 6,5%.
Zurückzuführen sei dies auf die Null-Covid-Strategie in China, die die Lieferkette weiter belastet. Die Komponentenknappheit werde sich auf die kommenden Quartale auswirken, so Cisco. Ebenso sei mit steigenden Frachtkosten zu rechnen. "Wir glauben, dass es eine Menge Wettbewerb um Hafen- und Flughafenkapazitäten geben wird", sagte Finanzchef Scott Herren laut 'Reuters'.
Die Prognose sei zwar enttäuschend, aber angesichts des Gegenwinds verständlich, zitiert 'Reuters' einen Analysten. "Die Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen ist weniger von der Nachfrage als vielmehr von der Verfügbarkeit des Angebots abhängig."
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