Cistec reicht Beschwerde gegen KIS-Vergabe des Kispis ein

30. November 2023 um 16:16
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Foto: zVg

Das Zürcher Kinderspital hat dem US-Anbieter Epic den Zuschlag für sein neues Klinik-Informationssystem erteilt. Der unterlegene Anbieter Cistec hat nun Beschwerde eingelegt.

Im Rahmen des Projekts "KIS Lengg" hat das Kinderspital Zürich ein neues Klinik-Informationssystem (KIS) gesucht, um das bisherige System Compu Group Medical (CGM) abzulösen.
Wie wir Anfang Monat berichtet haben, ging der Auftrag an den US-Anbieter Epic, welcher sich gegen das Schweizer Unternehmen Cistec durchsetzte – obwohl dieser mit 51,2 Millionen Franken die deutlich teurere Offerte vorlegte als Cistec mit 17,7 Millionen.

Cistec wehrt sich

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Daniel Haas
Gegen diese Vergabe wehrt sich der unterlegene Anbieter jetzt: Wie Daniel Haas, Leiter Produkt­manage­ment und Ge­schäfts­leitungs­mitglied bei Cistec, exklusiv zu inside-it.ch sagt: "Ja, wir haben fristgerecht Einsprache erhoben."
Die Punkte­vergabe sei "für uns nicht nach­vollziehbar" gewesen, so Haas. Und auch aus dem vom Kinder­spital Zürich angebotenen Debriefing sei nicht hervorgegangen, weshalb Cistec "funktionell nicht vergleichbar abgeschnitten" habe wie Epic. Schliesslich habe man beim Preis die volle Punktzahl erhalten und Epic keinen einzigen, so Haas.

"Entscheid nachvollziehen können"

Klar könnte man bei einer Ausschreibung auch unterliegen, so Haas, aber "wir wollen Einsicht haben und nachvollziehen können, wie es zu diesem Entscheid gekommen ist". Es sei das erste Mal, dass Cistec zu diesem Schritt greife.
Aktuell ist das Verfahren hängig. Der Ball liegt beim Kinderspital Zürich, welches nun Stellung beziehen muss.

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