CollectID sammelt 3,2 Millionen Franken

28. Februar 2022, 13:56
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Der Fussballclub Zürich stattet seine Game-Worn-Trikots mit NFC-Tags von CollectID aus. Foto: FC Zürich

Durch eingenähte Computerchips kann das Unternehmen die Authentizität von Sport- und Luxusbekleidungen gewährleisten. Diese soll man später auch im Metaverse tragen können.

Das St. Galler Startup CollectID bietet eine Produktauthentifizierungs­tech­no­lo­gie zur Bekämpfung von Produkte­fälschungen an. Gemäss 'Startupticker.ch' hat das Unternehmen in einer Seed-Investitionsrunde unter der Leitung von Seventy Six Capital und Hellen's Rock Capital 3,2 Millionen Franken eingenommen. Mit dem neu gewonnenen Kapital soll das Wachstum in Europa und Nordamerika beschleunigt werden.
Nach eigenen Angaben kombiniert das Unternehmen verschlüsselte Near-Field-Communication-Tags (NFC) mit unver­änderlichen NFTs (Non-Fungible-Tokens) auf einer Blockchain. So soll die Echtheit eines Produktes einfach und zuverlässig überprüft werden können. Durch die Erstellung eines digitalen Zwillings auf einer Blockchain soll die Echtheit von Produkten jederzeit nachweisbar und die Verbraucher vor dem versehentlichen Kauf gefälschter Produkte geschützt werden.
Ein besonders beliebter Anwendungsfall für die Technologie scheinen Sport­trikots zu sein. Sowohl die Fussballfans des FC St. Gallen, des FC Zürich oder der Berner Young Boys als auch die Eishockeyfanatiker aus Zürich und Langnau können bereits entsprechende Fanartikel kaufen, die mit einem Chip versehen sind, auf dem der rechtmässige Besitzer registriert ist. Bereits im letzten Jahr hat CollectID einen bedeutenden Vertrag mit dem brasilianischen Fussballverein Atlético Mineiro zur Authentifizierung von über 120'000 Trikots abgeschlossen
Gegenüber 'Tech.eu'sagte David Geisser, Mitbegründer und CEO von CollectID, dass die Technologie auch über die Authentifizierung von Kleidungsstücken hinaus eine einzigartige Möglichkeit sei, physische Produkte in die verschiedenen Metaversen zu bringen. So habe "die Technologie das Potenzial, die Sekundär­märkte der globalen Sport- und Luxus­güter­industrie zu verändern." Allein im Jahr 2020 seien in den USA gefälschte Waren im Wert von 1,3 Milliarden Dollar von den Behörden beschlagnahmt worden, so der CEO.

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