Cyberangriff auf Luzerner ÖV bleibt ohne grössere Folgen

16. Mai 2022, 08:56
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Foto: VBL

Die Verkehrsbetriebe sprechen von einem "gezielten Angriff". Der Busverkehr war nicht betroffen, einzig Anzeigetafeln funktionierten nicht wie gewohnt.

Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag, 14. Mai, einen Cyberangriff auf die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) durchgeführt. Die VBL sprechen in einer Mitteilung von einem "gezielten Angriff".
Der Busbetrieb wurde nicht beeinträchtigt. Die Busse verkehrten den Angaben zufolge normal. Auch die Billettautomaten funktionierten. Einzig die Anzeigen an den Haltestellen zeigten die Tagesfahrpläne und nicht die Abfahrtszeiten in Echtzeit an. Das hatte zur Folge, dass Verspätungen nicht ersichtlich waren.
Die zuständigen Stellen bei der Polizei und beim Bund seien informiert worden, wie die VBL mitteilten. Die IT-Abteilung analysiere in Zusammenarbeit mit Spezialisten die Folgen. Weitere Angaben zum Vorfall konnten die Verkehrsbetriebe bis jetzt nicht machen.
Gegenüber der 'Luzerner Zeitung' erklärte VBL-Direktor Laurent Roux, der Cyberangriff sei am frühen Samstagmorgen bemerkt worden, als die Leitstelle neu besetzt wurde. "Gewisse Systeme haben nicht funktioniert, konnten nicht hochgefahren werden", so Roux zur Zeitung. In der Folge hätten die VBL den Notfall- und Krisenstab aktiviert.

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