Dätwyler: Gewinn und Marge unter Druck

24. August 2022, 09:21
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Der Schweizer Industriekonzern Dätwyler spürt im ersten Halbjahr Druck auf Gewinn und Marge. Grund dafür sind die jüngsten Übernahmen.

Im ersten Halbjahr 2022 hat Dätwyler den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert. Die gestiegenen Kosten und Effekte aus den jüngsten Übernahmen drückten hingegen auf den Gewinn und die Marge.
So nahm der Umsatz des Industriekonzerns um knapp 12% auf 541,6 Millionen Franken zu. Einen Anteil daran haben auch die in den vergangenen Monaten zugekauften Firmen QSR und die chinesische Firma Yantai Xinhui Packing. Der operative Gewinn (EBIT) reduzierte sich in der Folge um gut 18% auf 72,5 Millionen Franken und die entsprechende Marge um knapp 5 Prozentpunkte auf 13,4%.
Die Integration von Xinhui verlaufe nach Plan, schreibt Dätwyler. Allerdings benötige die Transformation des Produktportfolios hin zu hochwertigeren Komponenten mit höheren Margen noch Zeit.

Distrelec, Nedis und Reichelt gehören schon länger nicht mehr zu Dätwyler

Dätwyler ist in verschiedenen Märkten tätig und will sich eigenen Angaben zufolge auf wachstums- und margenstarke Bereiche fokussieren. Im Rahmen dieser Strategie veräusserte Dätwyler 2020 die beiden Distributions­unter­nehmen Distrelec und Nedis. Distrelec ist auf die Online-Distribution von technischen Komponenten im B2B-Bereich spezialisiert, Nedis ist Grosshändler für Home- und Consumer-Electronics.
Später gab Dätwyler den Verkauf des deutschen Onlinedistis Reichelt bekannt. Damit schliesse man die "Devestition des Distributionsgeschäfts und Fokussierung auf das Sealing Geschäft" ab, erklärte das Unternehmen damals.

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