Britische Wettbewerbshüter nehmen Microsofts Nuance-Übernahme unter die Lupe

14. Dezember 2021, 11:07
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In vielen anderen Ländern haben die Behörden den Deal ohne Bedenken durchgewinkt.

Microsoft hat im April 2021 die Übernahme des KI- und Spracherkennungs-Spezialisten Nuance Communications angekündigt. Mit einem Kaufpreis von knapp 20 Milliarden Dollar soll dies nach dem Kauf von LinkedIn im Jahr 2016 Microsofts zweitgrösste Übernahme in der Firmengeschichte werden. Warum Microsoft bereit ist, so viel Geld in Nuance zu investieren, haben wir in diesem Artikel analysiert
Die Wettbewerbshüter in den USA und Australien haben die Nuance-Übernahme bereits ohne Auflagen genehmigt. Laut einem Bericht von 'Reuters' von letzter Woche dürfte auch die EU grünes Licht geben.
Bei der Competition and Markets Authority (CMA), der Wettbewerbsbehörde Grossbritanniens, sind aber nun Bedenken aufgekommen. Wie sie gestern, am 13. Dezember bekannt gegeben hat, möchte sie den Deal in den kommenden Wochen unter die Lupe nehmen. Die CMA hat in den letzten Monaten generell damit begonnen, Big-Tech-Unternehmen stärker zu regulieren.
Im Falle der Nuance-Übernahme soll nun geprüft werden, ob sie den Konkurrenzkampf in Grossbritannien, insbesondere im Gesundheitswesen, behindern würde. Interessierte Parteien haben bis zum 10. Januar 2022 Zeit, bei der Behörde ihre Meinungen einzureichen.

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