Cisco sieht sich auf gutem Weg zur Software-Company

21. September 2021 um 11:55
image

Erstmals erzielt der Konzern mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit Software und Services. Nun soll vor allem der Anteil der Software-Abos weiter erhöht werden.

Cisco hat in der vergangenen Woche einen Investorentag mit weiteren Informationen zu dem Mitte August erschienen Jahresbericht veranstaltet. Der CEO Chuck Robbins und sein Management-Team konzentrierten sich dabei insbesondere darauf, Ciscos Fortschritte im Softwarebereich herauszustreichen.
Seit 2017 verfolgt der Netzwerkriese das strategische Ziel, den Anteil des Software-Geschäfts an seinem Gesamtumsatz deutlich zu steigern. Im Geschäftsjahr 2021, das am 31. Juli endete, hat Cisco das damals gesteckte Ziel, den Software- und Services-Umsatzanteil auf insgesamt 50% zu steigern, erreicht, wie Robbins den Investoren erklärte. Insgesamt machen Software und Services nun 53% des Gesamtumsatzes von 49,8 Milliarden Dollar aus.
Software alleine macht nun 31% des Gesamtumsatzes aus. Davon wiederum stammen bereits 79% aus Software-Abonnementen. Auch im traditionellen Kernbusiness von Cisco, der Netzwerk-Infrastruktur, ist Software mittlerweile für knapp einen Drittel des Umsatzes verantwortlich. Davon sind wiederum zwei Drittel Abonnementseinnahmen.
Cisco, so Robbins, gehöre damit nun zu den grössten Softwareherstellern der Welt.

Mehr Abos via Partner verkaufen

Als er 2015 das Steuer bei Cisco übernommen hatte, so Robbins, habe der Umsatz mit Software-Abonnementen noch 3,4 Milliarden Dollar betragen, mittlerweile seien es rund 12 Milliarden Dollar. Und dieser Betrag soll, wenn es nach seinem Willen geht, weiter steigen. Die neue Vorgabe für den Konzern sei es nun, den Anteil von Software-Abonnementen am Gesamtumsatz auf über 50% zu erhöhen.
Dies soll insbesondere auch darüber erfolgen, dass das Abonnements-Geschäft, das über Partner läuft, weiter gepusht wird.
Vermehrt auf wiederkehrende Abonnementseinnahmen zu setzen, so Robbins, habe für Cisco nicht nur das Ziel, den Umsatz und den Cash-Flow zu steigern. Gleichzeitig habe man dadurch auch weniger Volatilität bei den Umsätzen und eine bessere Ahnung davon, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden.
Der guten Entwicklung des Software-Geschäfts steht bei Cisco allerdings ein Rückgang der Hardwareumsätze entgegen. Insgesamt stieg der Umsatz des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr nur um 1%.

Loading

Mehr zum Thema

image

Dell bringt KI-Computer auf den Markt

Neben CPU und GPU verfügen die Geräte auch über eine Neural Processing Unit. Diese bietet Rechenressourcen für KI-Aufgaben.

publiziert am 28.2.2024
image

Gigantische Umsatzsteigerung für Nvidia

Durch den KI-Boom hat sich der Umsatz des Chipherstellers innert 12 Monaten beinahe verdreifacht.

publiziert am 22.2.2024
image

Kudelski will Skidata verkaufen

Unter dem Strich fällt das Resultat beim Verschlüsselungs-Spezialisten tiefrot aus. Nun stellen die Lausanner den Geschäftsbereich Skidata zum Verkauf ins Schaufenster.

publiziert am 22.2.2024
image

Also büsst über 1 Milliarde Umsatz ein

Der Emmener Distributor muss einen Dämpfer hinnehmen: Umsatz und Gewinn sind 2023 deutlich geschrumpft.

publiziert am 20.2.2024