EU gründet Cloud-Allianz

16. Dezember 2021, 15:00
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Knapp 40 Unternehmen aus Europa haben sich der neuen "Europäischen Allianz für industrielle Daten, Edge und Cloud" angeschlossen. Amerikanische und chinesische Hyperscaler fehlen bislang.

Am vergangenen Dienstag trafen sich Vertreter von Unternehmen wie Nokia, Siemens, Ericsson und Telefónica erstmals im Rahmen der neugegründeten Europäischen Allianz für industrielle Daten, Edge und Cloud. Insgesamt 39 Unternehmen haben sich der Allianz angeschlossen, darunter allerdings keine Firmen aus den USA oder China. Einige US-Unternehmen hätten sich um Aufnahme beworben, befinden sich laut 'Bloomberg' aber noch in der "Eignungsprüfung".
Die neu gegründete Allianz baut auf der EU-Datenstrategie aus dem Jahr 2020 auf, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen Datenbinnenmarkt zu schaffen, die Datenregulierung zu verbessern und die Datenwirtschaft zu stärken.  Darauf zielen auch weitere Allianzen der EU ab.

"Europa kann die Big-Data-Wirtschaft anführen"

Ihr Ziel sei es, Unternehmen zusammenzubringen, um neue Cloud-Technologien für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen der EU zu entwickeln. Dazu gehöre die Erstellung von "Investitionsfahrplänen" sowie die Beratung der Europäischen Kommission zu Anforderungen und Standards für Cloud-Dienste. Darüber hinaus soll die Allianz auch als Plattform für den Austausch zu Fragen der Cloud-Governance dienen, beispielsweise bei der öffentlichen Beschaffung von Cloud-Diensten, so die Europäische Kommission in einer Mitteilung.
"Europa hat alles, was es braucht, um die Big-Data-Wirtschaft anzuführen. Mit der neuen Allianz werden Unternehmen einen ehrgeizigen Investitionsfahrplan für die Entwicklung und den Einsatz von Computertechnologien der nächsten Generation definieren", sagte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton selbstbewusst.

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