Finanzierung von Startups erreicht Rekordniveau

21. Oktober 2019, 12:56
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Laut Ernst & Young steigen die Investitionen in europäische Startups um 62 Prozent. Die Schweiz liegt im Länder-Ranking auf Platz 5.

Laut Ernst & Young steigen die Investitionen in europäische Startups um 62 Prozent. Die Schweiz liegt im Länder-Ranking auf Platz 5.
Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro und ist damit so hoch wie noch nie. Dies zeigt das Startup-Barometer von Ernst & Young (EY), das junge und neue Unternehmen in allen Wirtschaftszweigen miteinbezieht.
An der Spitze der europäischen Startup-Szene liegt weiterhin Grossbritannien: An britische Firmen flossen insgesamt 6,7 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Hinter Frankreich, Deutschland und Schweden folgt auf Rang 5 die Schweiz. Hierzulande stiegen die Investitionen um 46 Prozent auf fast 600 Millionen Euro.
Drei Schweizer Städte in den Top 20
Im Städteranking liegt London mit einem Investitionsvolumen von 5,7 Milliarden Euro mit grossem Abstand auf dem ersten Platz. Dahinter folgen Paris (2,2 Milliarden Euro) und Berlin (2,0 Milliarden Euro). Auf Rang 8 liegt Basel mit 203 Millionen, Zürich folgt auf Rang 16 mit 117 Millionen. Mit 97 Millionen hat es Lausanne als dritte Schweizer Stadt ebenfalls in die Top 20 der europäischen Startup-Cities geschafft.
Die Zahl der Finanzierungsrunden legte in ganz Europa im Vergleich zu den Investitionssummen etwas weniger stark zu: um zehn Prozent auf 2301. Hier weist die Schweiz mit 25 Prozent (150 Finanzierungsrunden) ein noch stärkeres Wachstum als Grossbritannien mit 4 Prozent, Deutschland mit 16 Prozent oder Frankreich mit 19 Prozent aus.
"Der Finanzierungs-Boom für Jungunternehmen hält an", kommentiert Roger Krapf, Partner und Leiter der Start-up-Initiative in der Schweiz, den EY-Barometer in einer Mitteilung. "Die Dynamik ist beeindruckend und erreicht zunehmend auch kleinere Märkte."
Grösste Finanzspritze geht nach Basel
Die grösste Finanzierung im bisherigen Jahresverlauf ging an ein britisches Unternehmen: Die auf Satellitenkommunikation spezialisierte Firma OneWeb erhielt 1,1 Milliarden Euro. Die zweitgrösste Transaktion war die 885-Millionen-Euro Finanzierung für den schwedischen Batteriehersteller Northvolt.
Die grösste Finanzspritze in der Schweiz erhielt mit 169 Millionen Franken das Anfang 2019 gegründete Biopharma-Unternehmen Arvelle Therapeutics aus Basel. Dahinter folgen mit den Waadtländern Sophia Genetics (72 Millionen) und ADC Therapeutics (71 Millionen) zwei weitere Medizin- und Pharma-Startups.
Der EY-Barometer basiert auf einer Analyse der Investitionen in europäische Startups. Als Startups werden dabei Unternehmen gewertet, die nicht älter als zehn Jahre sind. (paz)

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