Google präsentiert zum Start der Schweizer Region seinen Channel

12. März 2019, 16:42
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"Wir haben 100-prozentigen Channel-Fokus", erklärt Bernd Stopper, Googles Head of Partner Sales DACH, im Gespräch mit inside-channels.ch.

"Wir haben 100-prozentigen Channel-Fokus", erklärt Bernd Stopper, Googles Head of Partner Sales DACH, im Gespräch mit inside-channels.ch.
Heute eröffnete Google die Cloud Region Zürich offiziell und vor grossem Publikum. Rund 800 Partner, Kunden und Interessierte lud der Tech-Konzern nach Zürich Oerlikon und flog eigens Infrastrukturchef Urs Hölzle ein. Der Schweizer mit Wahlheimat Silicon Valley war dann auch für die Eröffnungskeynote zuständig: Die Schweiz sei ein relativ kleiner Markt, aber ein wichtiges IT-Land, begründete Hölzle den Schritt in die Schweiz.
Google hat sich bei Green in Lupfig eingemietet, wie man mutmasst. Die neue Region ist aber in drei Zonen geteilt, so dass die Ressourcen entsprechend verteilt sein dürften. Als Partner für die Anbindung der hiesigen Region an Googles weltweite Cloud Interconnect wurden Interxion und Equinix gewählt.
Zusätzliche Google-Arbeitsplätze in der Schweiz könnten durch den neuen Dienst vor allem im Bereich Verkauf und Kundenbetreuung entstehen, sagte Hölzle. Der Konzern zählt in Zürich derzeit rund 3'000 Mitarbeitende.
Die Schweizer Cloud soll mit dem Standardportfolio der Google Cloud Platfom (GCP) starten. Das Schweizer Angebot kostet: Mit rund 10 bis 20 Prozent Preisaufschlag muss man rechnen, so Hölzle auf Nachfrage. Dafür verspricht der Konzern für Schweizer Kunden eine tiefere Latenzzeit.
"Projektgeschäft ist Partnergeschäft"
Und der Konzern verspricht noch etwas: Man strebe eine 100-prozentige Partnerbeteiligung an. Man sei noch nicht soweit, investiere aber stark in den Channel, sagt Bernd Stopper, Head of Partner Sales DACH, im Gespräch mit inside-channels.ch. Das Partnerteam für die DACH-Region habe man im letzten Jahr verfünffacht, von diesen Mitarbeitern sässe auch einige in Zürich. Konkrete Zahlen will der ehemalige Microsoft-Mann aber nicht nennen.
Das Partner-Programm sei global homogen, etwa in Sachen Trainings und Zertifizierung. Es sei aber flexibel für lokale Besonderheiten, verspricht Stopper. Konkreter wird er allerdings auch hier nicht. Man arbeite am Programm und an dessen Erweiterung, etwa was die Unterstützung in Projekten anbelangt. Künftig gelte dann vollständig: Projektgeschäft ist Partnergeschäft.
Es gebe zur Zeit grosses Interesse an Google Cloud von Seite des Channels, sagt Stopper. Auf die Frage, wie es denn mit der Marge aussieht, lacht der Sales-Manager: "Wir haben grossen Zulauf, mit uns kann man Geld machen". Zudem würden die Kunden der potenziellen Partner nach Google-Produkten fragen.
Vertiefte Partnerschaften müssten sich hierzulande zum Teil noch herauskristallisieren. Bekanntlich pflegt Google etwa mit Accenture, Deloitte und Atos enge Partnerschaften, wie Stopper bestätigt.
Daneben nennt er auch neue Partner: So konnte etwa Sunrise als Cloud-Reseller gewonnen werden. Besondere Erwähnung fand Wabion: Der spezialisierte Partner hat unter anderem Projekte mit Valora, Swiss Steel und Ricardo.ch abgeschlossen.
Der Manager nennt aber auch Zühlke und Ergon. Letzterer wurde erst im Februar als Partner zertifiziert. Dennoch war Ergon quasi auf der Bühne präsent: Dort präsentierte sich nämlich der Haustechniker Belimo, der mit Ergon ein IoT-Projekt umgesetzt hat. Zühlke hat seinerseits Projekte mit dem Inselspital Bern und der SBB im Bereich Analytics und KI umgesetzt.
KI und Analytics im Fokus
Die Präsentationen auf der Hauptbühne drehten sich grossteilig um KI- und Analytics-Anwendungen. Dieser Fokus mag damit zusammenhängen, dass sich dies gut den anwesenden Managern anpreisen lässt. Zudem ist für die rechenintensiven Aufgaben eine hohe und schnelle Skalierbarkeit von grosser Bedeutung. Aber Google ist in diesem Bereich aufgrund seines Geschäftsmodells der zielgerichteten Werbung auch einfach führend.
Dies bestätigten in Gesprächen am Rande des Events auch Google-Cloud-Partner von Zühlke, Ergon, Wabion und VSHN. Aber die KI- und Analytics-Anwendungen seien nur ein kleiner Teil des Geschäfts, vieles lasse sich schlicht nicht so gut öffentlich verkaufen. (ts)

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