Indische IT-Firmen haben mit Covid-19-Welle zu kämpfen

28. April 2021, 15:36
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Indien ist besonders stark vom Covid-Virus betroffen. Dies wirkt sich auch auf die Arbeit der IT-Dienstleistungs­riesen aus.

Aktuell wütet das Coronavirus in Indien besonders stark. Dies wirkt sich auch auf die dort ansässigen, riesigen IT-Firmen aus. Einem Bericht von 'Reuters' melden beispielsweise Infosys und Wipro, dass ihre Teams täglich 13 bis 14 Stunden arbeiten. Die IT-Dienstleister stünden unter steigendem Druck und kämpften damit, Projekte abzuliefern. Denn Mitarbeitende melden sich krank oder müssten frei nehmen, um sich um Freunde und Verwandte zu kümmern. Mehrere Quellen bei Accenture berichten 'Reuters' von wachsenden Problemen.
"Sie spielen die Gefahr eines Zusammenbruchs des Betriebs herunter", schreibt 'Reuters'. Aber wenn der Anstieg an Covid-19-Infektionen anhalte, stehe "die Infrastruktur auf dem Spiel, die von den grössten Finanzunternehmen der Welt im Zuge von Kostensenkungsmassnahmen aufgebaut wurde".
Die indischen IT-Riesen bemühen sich um Entwarnung. Wipro erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur, dass es keinen operativen Störungen gekommen sei und man habe gewisse Kundenprojekte zu Teams ausserhalb des Landes verlegt. Ähnlich klingt es von Tata Consultancy Services (TCS) und Infosys: Die Teams würden von zuhause aus arbeiten. Man sehe keine Auswirkungen auf Kundenprojekte, trotz der sich verschlechternden Gesundheitssituation im Land in den vergangenen Wochen, so Infosys zu 'Reuters'.

Unternehmen organisieren Impfung selbst

Die IT-Firmen bemühen sich Sauerstoff, Medikamente und Krankenhausbetten für infizierte Mitarbeitende zu beschaffen und die gleichzeitig die Backoffice-Tätigkeiten für ihre Grosskunden aufrechtzuerhalten.
Einige der internationalen Bankkunden wie auch die Dienstleister selbst haben laut 'Reuters' mit dem Aufbau einer Infrastruktur begonnen, die es ermöglichen soll, Mitarbeitende und deren Familien zu impfen, wenn die Altersbeschränkungen am 1. Mai aufgehoben werden. Die indischen IT-Dienstleister gehören zu den grössten Arbeitgebern des Landes.
Laut der 'Times of India' hat beispielsweise Wipro ein erstes "Covid-Impf-Camp" auf seinem Campus in der Stadt Bengaluru organisiert. "Wir unternehmen die notwendigen Anstrengungen, um auch in anderen grossen Niederlassungen in Indien Impf-Camps zu veranstalten", so ein Wipro-Sprecher zur Zeitung. Auch bei den IT-Dienstleistern Tech Mahindra und Infosys gebe es solche Impfprogramme. 

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