"Nun kommen die kritischen Applikationen in die Cloud"

16. November 2020, 14:45
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Atos lanciert mit prominenten Tech-Namen die "OneCloud"-Initiative. Dieser One-Stop-Shop soll zur bedeutenden Umsatzquelle werden.

Atos-CEO Elie Girard rief und viele grosse Namen im Tech-Business kamen: Thomas Kurian (CEO Google Cloud), Michael Dell (Dell Technologies), Arvind Krishna (CEO IBM), Paul Cormier (President, CEO Red Hat) und Christian Klein (Vorstandssprecher, Chief Operating Officer SAP) äusserten sich begeistert zur neuen Atos OneCloud-Initiative des Konzerns.
Auch ranghohe Microsoft-Azure- und AWS-Vertreter schlossen sich den Top-Kadern an in ihrem Loblied auf die Cloud im Allgemeinen und auf die Cloud-Services von Atos im Speziellen.
"Cloud war schon vor 2020 ein Trend, dieser hat sich nun beschleunigt", so Girard an einer Medienkonferenz. Und davon will Atos nun nicht nur profitieren, sondern der französische Konzern will auch die Kunden mit Beratung in die Cloud mit all ihren Vorteilen schieben ("push").
Als Erstes hat der Konzern seit letztem Frühling unter dem Dach "Atos OneCloud" organisatorisch alles und alle beherbergt, was dazugehört: 7000 Cloud-Experten könne man bieten, 30'000 Applikationsexperten und 6500 Cloud-Zertifizierungen. Ganz abgesehen vom hauseigenen RZ- und Security-Know-how.
Mit den bekannten Tech-Partnern und OneCloud glaubt Atos, könne man weiterhin bei den Top-ICT-Anbietern bleiben. Das Konzept dahinter: Ein Generalunternehmer mit 10 Angeboten, die man modular und in allen Kombinationen bei Atos buchen kann. Diese Angebote reichen vom branchenspezifischen Consulting über Multi-Cloud-Orchestrierung, KI und Machine Learning aus der Cloud bis hin zu Bare-Metal- und Edge-Lösungen.
Das soll auch für ein eigentlich technologiefremdes Geschäftsgebiet gelten – CO2-Einsparungen. Der Konzern offeriert analog zu SLA nun DLA ("Decarbonize-Level-Agreements") und verpflichtet sich in diesen, vertraglich vereinbarte CO2-Sparziele zu erreichen.
"Wir sind jetzt ein One-Stop-Shop", sagte Girard, "während andere nur Teile anbieten, können wir alles umsetzen." Und Atos will partizipieren, wenn in den kommenden Jahren die businesskritischen Anwendungen in die Cloud gehen. "Bis jetzt migrierte man die einfachen Dinge in die Cloud, nun kommen die harten Aufgaben."
Wenig überraschend wurde die hoch aktuelle europäische "Daten-Infrastruktur" Gaia-X für eine "Daten-Souveränität" mehrfach thematisiert, gehört doch Atos zu deren Gründungsmitgliedern und arbeitet gleichzeitig mit den US-Hyperscalern zusammen. "Wir arbeiten mit allen Partnern rund um den Globus zusammen", so Girard. "Google, AWS und Microsoft wollen mit den nun entstehenden Standards und Policies zur Interoperabilität und Datenportabilität compliant werden und damit können sie bei Gaia-X auch mitarbeiten."
Mit der OneCloud-Strategie sollen 2 Milliarden Euro bis 2025 in neue Mitarbeitende, Cloudfirmen-Übernahmen und F&E investiert werden. Atos will im selben Zeitraum auch seinen Umsatzanteil im Cloud-Business merklich steigern: von 15% im Jahr 2019 auf 26% bis 2024/25, so der CEO.

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