Stadt Bern nimmt S/4Hana-Migration in den Angriff

1. Juli 2020 um 12:23
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Für den Wechsel sucht die Stadt externe Hilfe. Geplant ist ein Greenfield-Ansatz.

In mehreren Losen sucht die Stadt Bern SAP-Dienstleister. Im Rahmen des Projekts "Go2Hana" soll das aktuelle SAP-ERP, das seit 2002 in der Stadt im Einsatz ist, in eine S/4Hana-Systemlandschaft überführt werden.
In einem Vorprojekt hat sich die Stadt bereits für einen Greenfield-Ansatz entschieden – das S/4Hana soll also neu aufgebaut werden.
In Ergänzung zu internen Mitarbeitenden werden für die Projektdauer von Ende 2020 bis Mai 2024 Unternehmen gesucht, die die Informatikdienste der Stadt Bern (ID) bei der Konzeption, Realisierung und Einführung von S/4 Hana unterstützen sollen, heisst es in der entsprechenden Simap-Ausschreibung. Gemäss der Stadt arbeiten derzeit rund 700 städtische User täglich mit dem System und nutzen über 1700 verschiedene Funktionen von SAP.
Mit der Ausschreibung werden von der Stadt Kompetenzen in den Bereichen Projektleitung, Finanzen, Logistik, Analytics und Entwicklung gesucht. Neben den SAP-Modulen, die es aufzubauen gelte, würden auch Eigenentwicklungen eingesetzt. Diese sollen in den Standard zurückgeführt oder für S/4Hana angepasst werden.
Die Stadt schätzt, dass sich der Aufwand, der für die externen Dienstleister anfällt, auf insgesamt rund 1220 Personentage beläuft. Dabei handle es sich jedoch um eine Schätzung, heisst es weiter.
Für das Projekt wurde ein Kredit in der Höhe von 4,45 Millionen Franken für die Einführung des neuen SAP-Systems sowie ein Verpflichtungskredit über 436'500 Franken für deren Betrieb während der Jahre 2023 bis 2027 gutgeheissen. Der Go-live der neuen Gesamtlösung ist per 1. Januar 2023 geplant, geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor. 

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