Swisscom setzt künftig nur auf Cisco für IP-Netzwerk

28. April 2021, 14:16
  • cisco
  • swisscom
  • huawei
  • channel
  • netzwerk
image

Die heterogene IP-Netzlandschaft soll aus­schliesslich mit Cisco-Equipment erneuert werden, bestätigt der Telco. Was heisst das für Huawei?

Swisscom hat Cisco als bevorzugten Lieferanten ausgewählt, um die IP-Netzwerkarchitektur in den nächsten 5 Jahren zu überarbeiten. Dies teilt der Netzwerkausrüster mit. Es handle sich dabei um einen neuen strategischen Vertrag, mit dem die Zusammenarbeit über die bisherige hinausreicht, fügt Swisscom auf unsere Anfrage an.
Angaben zum Volumen machen die Firmen nicht. Über die Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart.
Geprägt durch Altlasten sei die aktuelle IP-Netzlandschaft heterogen und komplex, so die Mitteilung von Cisco. Demnach betreibt Swisscom derzeit mehr als 10 verschiedene IP-Netze.
Dabei handelt es sich um historisch gewachsene IP-Netze für unterschiedliche Services, führt Swisscom aus. Dazu gehören beispielsweise Voice im Fest- oder Mobilfunknetz, TV-Services, Wholesale und B2B-Services.
Im Rahmen der "Network Vision 2030+" von Swisscom soll sich dies ändern. Ziel sei es, die Komplexität zu reduzieren, Effizienz und Zuverlässigkeit zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken, schreibt der Netzwerkausrüster weiter.
Das vergangene Jahr habe gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk ist, sagt Christoph Aeschlimann, CIO und CTO von Swisscom. "Sei es, dass Unternehmen ein hybrides Arbeitsmodell einführen, Kinder online lernen oder Familien mit ihren Angehörigen auf der ganzen Welt kommunizieren."
Der Kapazitätsbedarf steige jedes Jahr um 25%. "Die Vereinfachung unseres komplexen, veralteten Netzwerks mit Cisco wird es uns ermöglichen, die Anforderungen der Zukunft an das Internet effizient, sicher und in grossem Massstab zu erfüllen", ergänzt Aeschlimann in der Mitteilung.
Bislang habe Swisscom für die IP-Netze Equipment von verschiedenen Lieferanten genutzt. Um welche es sich dabei konkret handelt, gibt der Telco nicht bekannt. Aber sie sollen künftig völlig durch Cisco abgelöst werden, bestätigt der Telco.

Und Huawei?

Wie Swisscom weiter anfügt, werde "in einigen Jahren" auch das IP-Transportnetz, das 2018 mit Huawei gebaut wurde, durch eine nächste Generation von Netz-Equipment, basierende auf Segment-Routing über IPv6-Technologie, ersetzt.
Welche Ausrüster dabei zum Einsatz kommen sollen, lässt Swisscom offen, erklärt aber, dass eine teilweise Ablösung von Huawei angedacht sei, jedoch nicht durchgehend. Im Access-Bereich (insbesondere FTTS und FTTB) zum Beispiel, halte Swisscom am Huawei-Equipment fest.

Loading

Mehr zum Thema

image

BRACK.CH Business: digital und persönlich

Das Einkaufserlebnis so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten, ist im Privatkundenbereich längst selbstverständlich. BRACK.CH Business hat sich das und noch mehr für seine Geschäftskunden auf die Fahnen geschrieben – sowohl beim Online-Angebot als auch in der persönlichen Betreuung.

image

Farner kauft Digital-Marketing-Agentur Blueglass

Das Blueglass-Team wird in Farner integriert, der Name bleibt aber bestehen. Weitere Übernahmen ähnlicher Agenturen werden folgen.

publiziert am 9.12.2022
image

Netrics gründet eine eigenständige Consulting Boutique

Die neue Firma namens Aliceblue bietet unter anderem Beratung im Bereich Cloud-Technologie. Das Team besteht aus IT-Veteranen.

publiziert am 8.12.2022
image

Für Gemeinden ist IT-Sicherheit ohne Dienstleister nicht zu haben

Gemeinden sind keine Unternehmen, aber müssen – und wollen – ihre IT ebenso modernisieren, sagt Marco Petoia vom Gemeinde-RZ-Betreiber RIZ in Wetzikon. Fällanden und Bauma erklären uns, warum.

publiziert am 7.12.2022