Windows 11: Für IT-Admins soll sich wenig ändern

25. Juni 2021 um 10:37
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Microsoft kündigt sein neues Betriebs­system an und verspricht einen einfachen Upgrade-Prozess für Unternehmen.

6 Jahre nach Windows 10, dem "letzten Windows", wie es damals hiess, hat Microsoft Windows 11 angekündigt. Das neue Betriebssystem werde ab Ende Jahr auf neuen PCs und als kostenloses Upgrade für Windows 10-PCs verfügbar sein, heisst es aus dem Hause Redmond, sofern diese gewisse Hardware-Anforderungen erfüllen.
Sobald Windows 11 im Insider-Programm verfügbar sei, können Windows-Enterprise- und Education-Kunden es auch auf Azure Virtual Desktop testen.
Hybrid Work: Das neue Betriebssystem soll sich besser eignen für die neue hybride Arbeitswelt, schreibt Microsoft. Ein "Desktops" genanntes Feature biete die Option, verschiedene Desktops für unterschiedliche Bereiche des Lebens anzulegen – zum Beispiel zum Arbeiten, Spielen oder Lernen. Die Funktionen "Snap-Layouts" und "Snap-Gruppen" würden mehr Möglichkeiten bieten, mehrere Fenster übersichtlich neben- und untereinander zu platzieren. Ausserdem habe man die Suche nach Apps und Dokumenten verbessert.
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Das Design von Microsofts neuem Betriebssystem.
Teams Integration: Neu wird auch Microsoft Teams direkt integriert. Über die Taskleiste können User via Chat oder Call mit anderen in Kontakt treten, unabhängig davon, ob die andere Person ein Windows-, Android- oder iOS-Gerät nutze. Auch Teams-Funktionen wie Stummschalten oder Screen Sharing sind laut Ankündigung künftig direkt über die Taskleiste erreichbar.
Überarbeitet wurde auch der Microsoft Store. Im Laufe des Jahres werden zudem Android-Apps auf Windows verfügbar, schreibt Microsoft. User können die Anwendungen im Microsoft Store suchen und über den Amazon-App-Store herunterladen. 
Sämtliche Neuerungen hat Microsoft in einem Blog-Post zusammengefasst.
Verwaltung: An die Adresse von IT-Admins gerichtet heisst es, Windows 11 könne genau wie ein Win-10-Update geplant, vorbereitet und bereitgestellt werden. Verwaltungsfunktionen wie Microsoft Endpoint Manager, Autopilot und Windows Update for Business stünden weiterhin zur Verfügung.
Microsoft verspricht weiter App-Kompatibilität: Wenn selbstgeschriebene Applikationen auf Windows 11 nicht laufen, unterstütze man mit "App Assure" Unternehmenskunden dabei kostenlos – sofern diese 150 oder mehr Anwender zählen.
Updates und Support: Anstatt der halbjährlichen werde es bei Windows 11 nun jährliche Updates geben. Die Versionen werden 24 Monate (Home- oder Pro-Editionen) respektive 36 Monate (Enterprise- und Education-Editionen) unterstützt.
Es gebe keine besonderen Lizenzanforderungen für Windows 11, die über die Anforderungen für Windows-10-Geräte hinausgehen, erklärt Microsoft. Wer über Volumenlizenzen für Windows Enterprise E3 oder E5 oder Microsoft-365- und Edu-Lizenzen verfüge, könne Windows 11 nahtlos ausrollen.
Im Herbst wird Microsoft Windows 10 21H2 veröffentlichen. Ob dies das letzte Feature Update von Windows 10 sein wird, ist nicht bekannt. Unabhängig davon gibt es noch bis 2025 Support für Windows 10.
Security: Windows 11 sei ein Zero-Trust-fähiges Betriebssystem, führen die Redmonder aus. Man biete "umfassende Security-Technologien" für den Schutz "vom Chip bis zur Cloud", heisst es weiter. Wichtige Security-Funktionen wie Hardware-basierte Verschlüsselung und Malware-Schutz seien standardmässig aktiviert.  

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