Zoll will mit Data Analytics Schmuggler besser finden

4. Dezember 2019, 14:15
  • e-government
  • dazit
  • analytics
image

In einer Ausschreibung sucht das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) Datenwissenschaftler und Data Analytics Engineers.

In einer Ausschreibung sucht das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) Datenwissenschaftler und Data Analytics Engineers. Benötigt werden die Ressourcen hauptsächlich für die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV), wie aus der Ausschreibung hervorgeht.
Konkret beschafft das BIT externe Hilfe für das Projekt Data Analytics (DA). Dieses ist Teil des Transformationsprojekts DaziT der EZV und hat zum Ziel, eine EZV-weite Informationsdrehscheibe aufzubauen, in der unterschiedliche Datensammlungen für eine 360°-Sicht zusammengezogen und verfügbar gemacht werden.
Für den Aufbau und die Weiterentwicklung von DA sei spezifisches Wissen notwendig. Dieses könne nicht mit Standardrollen abgedeckt werden und sei intern nur in begrenztem Umfang vorhanden, heisst es in der Ausschreibung weiter. Das Beschaffungsvolumen über alle Lose hinweg beläuft sich auf maximal rund 40 Millionen Franken. Dabei werden mit den Auftragnehmern Rahmenverträge abgeschlossen, eine Mindestabnahmemenge gibt es nicht.
Daten und Algorithmen als Entscheidungshilfen
Im Data-Analytics-Projekt soll ab 2020 eine Reporting- und Informationsplattform eingeführt werden, die bestehende Systeme wie etwa das Data Warehouse oder SAP Business Objects integriert. Ab Mitte 2020 stehe dann der Aufbau von Advanced Analytics an, heisst es auf der Website der EZV. Das DA-Projekt schaffe die Voraussetzung für eine datengetriebene EZV, indem damit eine EZV-weite Informationsdrehscheibe inklusive der dazugehörenden Methoden und Tools aufgebaut werde.
Mit Advanced Analytics gehe man über die Auswertung von historischen Daten hinaus. Zusammenhänge sollen nicht nur nachträglich verstanden werden, sondern sollen – selbst bei sehr grossen Datenmengen mit komplexen Strukturen – vorausschauend erkennbar sein. Die Zollverwaltung erhofft sich, mit geeigneten Algorithmen datenbasierte Modelle generieren und effizientere Prognosen erstellen zu können.
Warenschmuggel und Firmenratings als Use Cases
Genannt werden bei der EZV drei Anwendungsfälle, die vorab im Vordergrund stehen sollen:
Firmenprofile, Risikoanalyse und Warenschmuggel.
Etwa ist geplant, Informationen zu Firmen aus verschiedenen Quellen zu konsolidieren und Firmenratings zu erstellen. Bei der Risikoanalyse sollen die heute dezentral und unabhängig voneinander laufenden Risikobeurteilungen zu einer 360-Grad-Gesamtsicht über Personen, Firmen und Fahrzeuge zusammengeführt werden. Dies wiederum soll zu "treffsicheren Entscheidungen und Interventionen" führen. Beim gewerbemässigen und privaten Warenschmuggel soll aufgrund eines Zusammenzugs verschiedener bestehenden Datenquellen die Beurteilungsbasis insbesondere bei Schmuggelverdacht verbessert werden. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Parldigi direkt: E-ID – beim dritten Anlauf klappt’s!

Grünen-Nationalrat Gerhard Andrey war bei den Diskussionen um die E-ID an vorderster Front involviert. In unserer Kolumne schreibt er über die Chancen des neuen Projekts.

publiziert am 10.8.2022
image

Bundesverwaltung testet Videoidentifikation

Als Alternative zur Smartcard wird die Ausweiskontrolle per Video geprüft. Die von Intrum gelieferte Lösung soll einen einfacheren Zugang zu den Bundessystemen bieten.

publiziert am 10.8.2022 4
image

Post erwirbt Mehrheit an EPD-Betreiber Axsana

Der Konzern erhofft sich mit dem Zukauf einen Schub für das elektronische Patientendossier und will eine einheitliche Infrastruktur schaffen.

publiziert am 9.8.2022
image

In Zürich werden auch die Stühle smart

Im Rahmen von Smart City Zürich testet die Stadt neue Sensoren. Diese sollen an öffentlichen Stühlen Sitzdauer, Lärmpegel und mehr messen.

publiziert am 8.8.2022