Zürich: Neue IT-Jobs wegen Corona

9. März 2021, 13:42
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Die beschleunigte Digitalisierung führt zu einem deutlichen Beschäftigungswachstum in der IT-Branche.

Die Pandemie dürfte die Zürcher Volkswirtschaft bis Ende 2021 rund 15 Milliarden Franken Wertschöpfung kosten, verglichen mit der Situation ohne Corona-Krise. Allein im letzten Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung schätzungsweise um fast 4%, wie die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion mitteilt. 
"Corona hat unsere Wirtschaft deutlich stärker getroffen als andere Gegenden der Schweiz. Das liegt vor allem daran, dass Zürich mit dem Flughafen stark vom internationalen Tourismus abhängig ist", sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Allerdings habe die Zürcher Wirtschaft die zweite Pandemiewelle besser gemeistert als die erste. Während die Geschäftslage nach dem ersten Lockdown in den meisten Zürcher Branchen markant einbrach und deutlich in den Negativbereich gerutscht sei, sei sie im Februar knapp im positiven Bereich gelegen. 

Covid-Krise beschleunigt Wandel auf dem Arbeitsmarkt

In Anbetracht der wirtschaftlichen Einbrüche zeige sich der Arbeitsmarkt in einer recht stabilen Verfassung. Ende Februar waren im Kanton Zürich 30'902 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAVs) als arbeitslos gemeldet. Damit stagniert die Arbeitslosenquote im Kanton im Vergleich zum Vormonat bei 3,6% (Schweiz: 3,6%). 
Seit Jahren finde ein Wandel auf dem Arbeitsmarkt statt, der durch die Corona-Krise nun aber verstärkt worden sei, so die Mitteilung weiter. Das Wirtschaftsmonitoring zeige, dass es 2020 zu stärkeren Branchenverschiebungen gekommen ist als in den Jahren zuvor.
Während in einzelnen Bereichen abgebaut wurde, seien in der IT-Branche neue Stellen entstanden. Laut Mitteilung beträgt das Plus in der Branche 1900 Vollzeitstellen. Haupttreiber hinter dieser Bewegung sei die Digitalisierung, die sich auch ausserhalb der IT-Branche bemerkbar mache. Prozesse und Abläufe würden zunehmend digitalisiert, was sich unter anderem in den Berufen und Tätigkeitsprofilen widerspiegle.
Die Corona-Krise werde sich auch noch weitere Jahre auf die Beschäftigung in der IT-Branche auswirken, heisst es weiter, und das Beschäftigungswachstum werde anhalten.
In einem fiktiven Szenario ohne Corona-Krise, so der Kanton, wäre die Beschäftigung in der IT-Branche zwischen 2019 und 2024 um 12,5% gewachsen. Im aktuellen Szenario der Prognostiker dürfte die Beschäftigung um 20% zulegen. Vereinfacht gesagt habe die Pandemie dazu geführt, dass das geschätzte langfristige Beschäftigungswachstum 17,5 Prozentpunkte höher ausfällt. Keine andere Branche komme auch nur näherungsweise an einen solchen Wert.

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