DGC Schweiz richtet sich neu aus – und baut Stellen ab

2. Juni 2023 um 12:35
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Illustration: Midjourney

Die Schweizer Niederlassung der Deutschen Gesellschaft für Cybersicherheit restrukturiert sich. Dabei kam es zum Stellenabbau, auch in der Geschäftsleitung gibt es Wechsel.

"Wir managen die Risiken Ihrer digitalen Transformation", heisst es auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Cybersicherheit (DGC), die seit 2015 auch in der Schweiz eine Niederlassung betreibt.
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Ferdinand Grieger, Chief Legal Officer von DGC Schweiz.
Aktuell managt die Firma in der Schweiz aber hauptsächlich ihre eigene Transformation. Wie inside-it.ch erfahren hat, richtet sich das Unternehmen hierzulande neu aus. "Es stimmt, es gibt aktuell Umstrukturierungen", sagt uns Ferdinand Grieger, Chief Legal Officer des Unternehmens, im Gespräch. Ziel sei es, sich vom deutschen Mutterhaus loszulösen und sich "schweizerischer" aufzustellen. Trotzdem werde man auch zukünftig mit dem deutschen Unternehmen kooperieren.

Geschäftsführer ist weg, kein Neuer in Sicht

Im Zuge dessen hat man den bisherigen Geschäftsführer von seinen Aufgaben entbunden – per 23. Mai 2023, wie dem Handelsregister zu entnehmen ist. "Auch das stimmt", bestätigt Grieger. Dieser sei zwar nicht mehr CEO, aber immer noch kollegial mit der Firma verbunden. Und: "Er wird wahrscheinlich auch künftig noch eine Rolle spielen, aber eine andere." Welche das sein wird, wollte Griger indes nicht verraten. Eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger gibt es noch nicht.
Nebst dem CEO ist auch mit der COO ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied nicht mehr bei DGC tätig, zumindest wenn es nach dem gestrichenen Prokura-Eintrag im Handelsregister geht. Darüber hinaus hat man sich von weiteren Mitarbeitenden getrennt. Es handelt sich "um eine einstellige Anzahl", genauer will Grieger nicht werden.

DGC will wieder wachsen, unklar ist in welche Richtung

Im Gespräch mit einer von der Entlassung betroffenen Person zeigt sich ein differenzierteres Bild. Die Rede ist unter anderem von "unkonventionellen Kündigungen" und von einer "zweistelligen Anzahl Entlassenen". Mehr Details können aus Gründen des Quellenschutzes nicht genannt werden, weshalb dieser Widerspruch hier stehen gelassen werden muss.
Ferdinand Grieger betont im Gespräch, dass man wieder Personal einstellen wolle. Im Zuge dieser Restrukturierungsmassnahmen gehe es darum, sich neu aufzustellen und das Geschäft neu auszurichten, wofür es neue Rollen brauche. Welche das sind und in welche Richtung es gehen soll, könne das Unternehmen aktuell noch nicht seriös bekannt geben. Bis er konkrete Informationen dazu liefern könne, "brauchen wir noch 6 bis 8 Wochen Zeit".

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