Diskrepanzen rund um die zukünftige Arbeit im Homeoffice

2. März 2022, 14:36
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Foto: Patrick Perkins / Unsplash

In einer Studie wurden sowohl Schweizer Beschäftigte als auch HR-Verantwortliche befragt. Die Meinungen zur Telearbeit von zuhause aus gehen dabei auseinander.

Mit dem Wegfall der meisten Corona-Massnahmen kehrt in Schweizer Unternehmen wieder weitgehend Normalität ein. Und trotzdem ist die Arbeitswelt heute eine völlig andere als noch vor dem Ausbruch der Pandemie. Aus diesem Grund hat das Markt- und Mediaforschungsinstitut Forsa dieses Frühjahr im Auftrag von New Work eine Befragung zu den Themen Recruiting und Homeoffice in der Deutschschweiz durchgeführt. Befragt wurden über 100 Personalverantwortliche von Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden sowie rund 1000 Berufstätige.
Dabei zeigte sich, dass rund die Hälfte (48%) der befragten Unternehmen längerfristig mit der Möglichkeit zum Homeoffice planen. Weniger klar scheinen sich die Arbeitgeber jedoch darüber zu sein, wieviel Arbeitszeit sie ihrem Personal ausserhalb des Büros zugestehen wollen. 28% der befragten Arbeitgeber möchten ihren Angestellten zukünftig einen Viertel der Arbeitszeit im Homeoffice gewähren, 18% können es sich vorstellen, dass bis zur Hälfte der Arbeitszeit von zuhause aus stattfindet. Weiter gehen nur die wenigsten: Lediglich 2% planen längerfristig damit, dass mehr als die Hälfte der Arbeitszeit von der Ferne aus erledigt wird, so die Studie.

Homeoffice ist gefragt

Mit ihrem Bekenntnis zum Homeoffice kommen die Unternehmen den Wünschen der Mitarbeitenden zwar entgegen, gehen aber nicht so weit, wie es sich die Berufstätigen wünschen würden, ist in den Resultaten der Befragung zu lesen. 16% aller Befragten würden auch in Zukunft gerne vollständig zuhause arbeiten können, weitere 16% würden gerne bis zu drei Viertel und 22% bis zur Hälfte ihrer Arbeitszeit zuhause absolvieren. Lediglich 6% gäben sich längerfristig damit zufrieden, wenn sie in einen Viertel ihrer Zeit Arbeiten ausserhalb des Büros erledigen könnten. 34% geben an, dass Homeoffice in ihrem Beruf nicht möglich ist.
Es scheint also Diskrepanzen zwischen der Bereitschaft von Schweizer Unternehmen und den Wünschen der Berufstätigen zu geben. Gemäss der Studie laufen Firmen, die Homeoffice-Möglichkeiten zu stark einschränken oder erst gar nicht anbieten, Gefahr, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu schmälern. Wenn Unternehmen eine hohe Präsenzrate anstreben, sollte das Büroumfeld so ausgestaltet werden, dass das Arbeiten vor Ort auch für Mitarbeitende einen klar erkennbaren Mehrwert liefert.

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