E-Einbürgerung in Zürich ab sofort möglich

5. Juli 2022, 14:49
  • politik & wirtschaft
  • Kanton Zürich
  • e-government
image
Foto: Patrick Federi / Unsplash

Beim Kanton setzt man darauf, dass die Behörden­dienst­leistungen immer öfter online in Anspruch genommen werden, hat aber auch eine Lösung für Technik-Muffel parat.

2019 gab der Kanton Zürich bekannt, dass er das Einbürgerungsverfahren für über 7 Millionen Franken digitalisieren will. Pro Jahr werden im Kanton rund 10'000 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Bis letzte Woche geschah dies vorwiegend in Papierform. Nun erklären die Behörden, dass die Plattform "eEinbürgerung ZH" nach einer erfolgreichen Pilotphase für alle Bewerbenden offen steht.
Das Gemeindeamt des Kantons Zürich hat die Plattform in enger Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei entwickelt. Der Zugriff erfolgt über eine kantonale Webseite. Hier können sich Bewerberinnen und Bewerber auch vorgängig über die Voraussetzungen und den Ablauf der Einbürgerung informieren. Die erste Anlaufstelle für Einbürgerungswillige werden aber die Gemeinden bleiben, so der Kanton.

"Digital only" bei der Bearbeitung

Die zuständige Regierungsrätin Jacqueline Fehr sagt dazu: "Es freut mich sehr, dass es Gemeinden und Kanton gemeinsam gelungen ist, der Bevölkerung eine weitere Dienstleistung digital bereitzustellen." Während die Behörden die Anträge zukünftig nur noch digital bearbeiten werden, sollen die Antragsstellenden ihre Gesuche auch weiterhin per Post einreichen können, so der Kanton. Die Formulare müssen dann allerdings noch digitalisiert werden, was zu Medienbrüchen führt, die aufwändig und fehleranfällig seien.
Die Gemeinden sollen einbürgerungswillige Personen künftig bei der elektronischen Einreichung ihrer Gesuche unterstützen und auch eine entsprechende Infrastruktur dafür bereitstellen. Bei technischen Problemen würde das Gemeindeamt den Bewerbenden über ein Ticketsystem oder telefonisch weiterhelfen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Ab 2023 sollen die elektronisch eingereichten Gesuche dann von den zuständigen Sachbearbeitenden auf ein- und demselben System digital bearbeitet werden können.

Loading

Mehr zum Thema

image

Glarus hoch3 ist bald Geschichte – die Migration läuft schon

Die Tage der IT-Firma der Glarner Gemeinden sind gezählt, sie wird auf Anfang 2023 in der kantonalen Informatik aufgehen. Entlassungen gibt es nicht.

publiziert am 12.8.2022
image

Ex-Digitalchef des BAG heuert bei Berner Fachhochschule an

Die BFH will mit Sang-Il Kim ihre digitalen Kompetenzen stärken: Auch Gert Krummrey von der Insel Gruppe stösst zum Medizininformatik-Bereich der Fachhochschule.

publiziert am 12.8.2022
image

BIT bricht Ausschreibung für schweizweite IKT-Stores ab

Kein externer Dienstleister hat eine Offerte eingereicht. Auf die heutigen Supportleistungen habe der Abbruch aber keine Auswirkung, erklärt uns das Bundesamt.

publiziert am 12.8.2022
image

Bündner Regierung schickt E-Gov-Gesetz in die Vernehmlassung

Der Kanton will im Rahmen seiner E‑Government‑Strategie die rechtlichen Grundlagen für die Digitalisierung der Verwaltung und den elektronischen Rechtsverkehr schaffen.

publiziert am 11.8.2022